`s Blättle


TEXTE: HANS - ULRICH JÄGER

Bericht : ´s Blättle , 20 20 - 01 - 17

(Jä g er) Vom 26. -30. 12 2019 und vom 2. 1. – 6.1. 2020 fanden die großen Turniere in Böblingen und Schwäb. Gmünd statt. Bei beiden Open-Turnieren waren Sillenbucher Spieler im Einsatz, den Anfang machten die drei Rashbas in Böblingen, wo im A-Turnier der Chinese Chen vor dem punktgleichen Deutschen GM Arik Braun gewann. Unser Bezirksligaspieler David Rashba startete in der 132 Teilnehmer umfassenden B-Gruppe und erzielte gute 5 Punkte aus 9 Partien. Vater Timur und der 7jährige Sohn Elias spielten in der C-Gruppe, wobei Elias ein Erfolgserlebnis hatte, indem er 3,5 Punkte erreichte gegen 3 Punkte von Timur. Insgesamt waren im Hotel Mercure 326 Spieler am Start.

Das Staufer Open in Schwäb. Gmünd registrierte eine Teilnehmerzahl von 566 Spielern mit dem GM Jan –Christian Schröder als Sieger im A-Turnier vor dem Inder Iniyan. Damit ist das Turnier das zweitgrößte in Deutschland, nur übertroffen vom Grenke Open in der Karlsruher Schwarzwaldhalle. „Nicht nur die Größe zählt“, wie der Organisator Tannhäuser betonte, „mehr noch das Ambiente unter dem Motto „ Wo man Freunde trifft“. 276 Spieler starteten in der A-Gruppe mit 10 Großmeistern, 18 Internationalen Meistern und 50 sonstigen Meistern . In der B-Gruppe bis Elo 2000 waren es 290 Spieler, dabei die Sillenbucher Martin Strauß und Hans-Ulrich Jäger. Das große Auditorium des Stadtgartens war mit Spielern aus 17 Nationen voll besetzt, von den „ Zwergen“ im Alter von 6-7 Jahren bis zu den Senioren Ü 80. Eine sehr gute Performance lieferte Martin Strauß mit 6 Punkten aus 9 Runden, seine einzige Niederlage datiert aus der ersten Runde, als er seiner 14-jährigen Gegnerin einen ganzen Turm vor die Füße warf. Auch Hans-Ullrich Jäger erzielte einen guten Score mit 5,5 Punkten. Trotz dreier Siege bezeichnet er eine seiner fünf Remispartien als beste Leistung, als ihm bei einer kombinatorischen Abwicklung ein Bauer abhanden gekommen war und er in einer Abwehrschlacht sich das Remis sicherte. Zur Ausrüstung eines Schachspielers sollten inzwischen Schienbeinschützer gehören als Schutz gegen „Zwergenbeine“, die vor Aufregung unter dem Tisch ausschlagen. Die meisten dieser Jugendlichen kommen aus asiatischen Ländern , speziell aus Indien. Ein Gegengewicht dazu bildet die Hessische Schachjugend mit strategisch und taktisch gut ausgebildeten jungen Spielern, Strauß und Jäger können es bezeugen. Prominentester Besucher des Turniers war der ehemalige Weltranglistenspieler Artur Jussupow, der mit seiner Frau Nadja in bayrisch Schwaben eine Schachschule betreibt. Seit einem räuberischen Überfall vor damaligen Moskauer Wohnung , bei dem er schwer verletzt wurde, hat er sich in Deutschland niedergelassen. Der Gmünder OB Arnold, nach der Rücktrittsankündigung von Fritz Kuhn als potentieller Kandidat für den Posten des Stuttgarter Rathauschefs gehandelt, hat Sillenbuch in seiner Abschlussrede in einem Atemzug mit Indien genannt, nachdem er von Strauß und Jäger über die Bedeutung des Ortes in der Schachszene aufgeklärt worden war.

Wieder einmal hat Sillenbuch Lob geerntet trotz ihrer 3,5 : 4,5 Auswärtsniederlage in Backnang beim Tabellendritten der Bezirksliga Stuttgart. Damit hat unsere Mannschaft gegen das Führungstrio Schönaich, Schmiden-Cannstatt und Backnang jeweils mit dem knappsten Ergebnis verloren und hängt demzufolge in der Abstiegszone fest. Nur ein Brettsieg durch Mannschaftsführer Hans-Ulrich Jäger, der seine gute Form vom Staufer Open konservieren konnte, steht gegen zwei Niederlagen an den Bretten 2 und 8. Ihr Soll erfüllt haben unsere Spieler Dr. Wolfgang Küchle ( am Spitzenbrett) , Dr. Heinrich Motzer, Martin Strauß, David Rashba und Peter Lau, die alle remis gespielt haben.

Unser Ehrenmitglied, der Verdiente Internationale Fernschachmeister Friedrich Wolfenter vom SC Sillenbuch, hat sich für die 78. Deutsche Fernschachmeisterschaft qualifiziert. Aktuell steht seine Serie unbesiegter Turnierpartien bei 145. Wolfenter hat 2013 schon einmal die Deutsche Meisterschaft gewonnen.

Der Aussage von Weltmeister Alexander Aljechin, 1946 im Badeort Estoril unter mysteriösen Umständen verstorben, kann zugestimmt werden: „ Während eines Schachturniers sollte der Schachmeister eine Kombination aus Raubtier und Mönch sein“.

    

         

Bericht : ´s Blättle , 201 9 - 12-20

(Jäger) Nach einigen knappen Niederlagen gegen die Spitzenreiter der Bezirksliga Stuttgart und einem blamablen 3,5:4,5 gegen die Abstiegskandidaten Rommelhausen war es für unsere Spieler höchste Zeit, bei der Begegnung SC Sillenbuch – SM Botnang den Helm fester zu binden. Die Botnanger waren an sechs Brettern dem SC Sillenbuch wertungsmäßig überlegen ( an Brett 8 waren es sogar 400 DWZ Punkte) , trafen aber im Clara-Zetkin-Haus auf erbitterten Widerstand. Mit dem 4:4 wurde dieser Widerstand belohnt, ausschlaggebend war neben dem Kampfgeist der Sillenbucher auch die Gunst unserer Schachmuse Caissa . Der einzige Sillenbucher Brettsieg wurde an Brett 8 durch Frank Kuhnke errungen nach dem Motto „ man muss dem Gegner Gelegenheit geben, Fehler zu machen“. Überraschend viel Mühe hatten unsere Spitzenbretter Dr. Wolfgang Küchle und Bernd Lüttge. Der eine kam mit Qualitätsverlust aus der Eröffnung, der andere kämpfte ohne Dame, beide aber erreichten mit des Geschickes Mächten ein Remis. In der Begegnung Hans-Ulrich Jäger – H. Muratovic trafen zwei Spieler aufeinander, die sich menschlich schätzen , sich aber auf dem Schachbrett unbarmherzig die Figuren um die Ohren schlagen. Nach zeitweilig wechselseitigen Vorteilen trennte man sich schiedlich friedlich. Für das 4:4 aber sorgten nach fünfstündigem Kampf unsere Spieler Martin Strauß und Peter Lau. Strauß hätte es verdient, mit seiner Partie in ein Büchlein mit dem Titel „Die Kavallerie im Gefecht“ aufgenommen zu werden, als sein Pferd mit wohlberechneten Galoppsprüngen den gegnerischen König davon abhielt , seinen Freibauern am Rand zu unterstützen. Fast noch schwieriger war Peter Laus Aufgabe gegen den stärksten Botnanger. Lau, früher selbst ein Spieler mit DWZ 2000 und heute noch mit einem Röntgenblick ausgestattet, opferte in einem Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern zwei Bauern, um die entscheidende schwarze Diagonale zu kontrollieren und so das Remis zu sichern.

Unterschiedliche Ergebnisse erzielten unsere weiteren Mannschaften: Sillenbuch II verlor gegen Wolfbusch III 2:6. Den vollen Brettpunkt erzielte Frank Kuhnke, halbe Punkte aus bedrängter Stellung heraus holten Günter Marsch und Jens Hensel. Sillenbuch III konnte gegen Hemmingen I gewinnen, es siegten Nathanael Lin und Kian Amidzadeh, unentschieden spielten Werner Piper und Edwin Drings. Sillenbuch IV verlor gegen Wolfbusch VI 1:3. Den einzigen Sieg holte Elias Rashba.

Das große Oster Open von Deizisau ist nach Karlsruhe in die Schwarzwaldhalle umgezogen, geblieben ist das ebenfalls von der Fa. Grenke Leasing gesponserte Herbst Open. Dabei waren auch die drei Rashbas, bei denen es sich nicht um eine Akrobatengruppe, auch nicht um eine Musikband handelt, sondern um eine Schachfamilie aus Sillenbuch. Sohn David , der mit 14 Jahren in seiner schachlichen Entwicklung am weitesten gekommen ist, erzielte in der starken A- Gruppe ein 50%iges Ergebnis. Vater Timur und Sohn Elias ( 7 Jahre) spielten in der C-Gruppe, wo Timur drei Brettpunkte aus 7 Partien erreichte, Elias , auf sein Alte bezogen, gute 2 Punkte.

Die Spieler des SC Sillenbuch sind höfliche Leute und lassen ihren Gästen oft den Vortritt. So auch diesmal bei der 3. Runde zur Blitzmeisterschaft 2019/20, als Valentin Saile mit 9 aus 9 , d. h. einem 100%igem Ergebnis die Runde gewann. Erst dann folgen die besten Sillenbucher mit Jens Hensel an 2. Stelle vor unserem Seriensieger Bernd Lüttge. Es folgen David Rashba, dann gemeinsam Gmelin ( Gast) , Martin Strauß und Hans-Ulrich Jäger, weiterhin Konstantin Herzig, Frank Kuhnke und Werner Pieper.

Für alte Riedenberger eine Korrektur: Das Chorfenster in der Emmauskirche stammt vom gleichnamigen Vater des Schachspielers Valentin Saile, beide sind Glasmaler.

Von unserem ehemaligen Weltmeister Dr. Emanuel Lasker , der von 1894 – 1921 regierte, stammt der Satz: „ Auf dem Schachbrett gibt es keine Platz für Lüge, Mogeleien und Heuchelei“.

Für die Feiertage und das Jahr 2020 wünschen wir den Mitgliedern und Freunden des SC Sillenbuch , einsschließlich des Waldheimvereins im Clara-Zetkin-Haus alles Gute.

       

           

Bericht : ´s Blättle , 201 9 - 11-22

(Jäger) Nach dem glanzvollen Auswärtssieg bei Vaihingen /Rohr folgte der Dämpfer auf dem Fuß. Am 3. 11. 2019 empfing der Bezirksligist Sillenbuch I die etwas verfrüht als Absteiger designierte Mannschaft von Rommelshausen II im Clara-Zetkin-Haus. Die Gäste hatten das Spitzenbrett unbesetzt gelassen, lagen also bei Beginn des Wettkampfes mit 0:1 zurück. Anstatt nun konzentriert auf einen Pflichtsieg hin zu arbeiten, nahmen einige Spieler ihre Partien nicht mehr ernst. So kam es zu dem 3,5:4,5 Debakel gegen eine Mannschaft, deren Spieler zum Teil um 300 Punkte geringere Ratingzahlen aufweisen konnten. Ausgenommen von der Generalkritik ist David Rashba mit einem schönen Angriffssieg, ausgenommen sind auch die „Remisschieber“ Bernd Lüttge, Dr. Heinrich Motzer und Martin Strauß.

Warum ziehen Schachgroßmeister nach Schönaich am Rande des Schönbuchs? Sicher nicht wegen der guten Luft und auch nicht wegen der reichen Pilzgründe. Ein Sponsor hat dafür gesorgt, dass die 1. Mannschaft des TSV Schönaich in der 2. Bundesliga spielt und noch die 3. Mannschaft in der Bezirksliga einen FIDE-Meister am Spitzenbrett aufbieten kann. Noch gezeichnet von der Schlappe gegen Rommelshausen wehrten sich die Sillenbucher am 17. 11. 2019 in Schönaich gegen die Niederlage, die dann auch mit 3.5 : 4,5 äußerst knapp ausfiel . Aufrecht und mit etwas Mut für die kommenden Kämpfe verließen die Spieler des SC Sillenbuch den Spielsaal des TSV Schönaich, immerhin hatte man dem Topfavoriten einen Kampf auf Augenhöhe geliefert. Großes Lob und Schulterklopfen bekam der 14 jährige David Rashba für sein „Gesellenstück“ , eine Partie gegen Dr. York Glienke, den Sponsor und Macher des Vereins. Die Partie gipfelte in eine Kombination mit lange vorbereiteter Springergabel und zwang den Gegner zur Aufgabe. Dr. Heinrich Motzer hatte eine Idee im Endspiel, mit der er einen Bauern gewann. Seine Endspielführung bis zum Sieg war lehrbuchhaft. Mannschaftsführer Hans-Ulrich Jäger konnte endlich mal wieder seinen eigenen Ansprüchen genügen . In einer flotten Angriffspartie durchbrach er die Verteidigung seines Kontrahenten . Die Partie hatte eine verblüffende Ähnlichkeit mit der zwischen den Großmeisterinnen Yifan und Dzagnidze aus dem Jahre 2014 im sibirischen Khanty-Mansiysk. Martin Stauß erzielte ein verdientes Remis gegen einen um 100 Punkte stärkeren Gegner.

Gut gekämpft haben auch unsere Spieler bei der 2,5:5,5 Niederlage von Sillenbuch II gegen Gerlingen II. Die meisten stemmten sich gegen die stärkeren Gerlinger, leider sprangen dabei nur 5 Unentschieden heraus durch Gert Wrobel an Brett 1 sowie Mihail Varga , Günter Mößner, Willi Opitz und Hans-Peter Nyffeler.

Trotz aktueller Negativergebnissen einzelner Mannschaften des SC Sillenbuch sieht sich der Verein gut aufgestellt. Eine Gruppe von ca . 14 Jugendlichen trainiert z. Zt. im Clara-Zetkin-Haus, von den „bloody tyros“ ( den blutigen Anfängern, wie sie unser Weltmeister Lasker nannte) bis zu den Turnierspielern der 3. und 4. Mannschaft ist alles vertreten. Der 2. Durchgang zur Blitzmeisterschaft 2019/20 war mit 16 Teilnehmern so stark besetzt wie noch nie. Bei dem offen ausgeschriebenen Turnier konnten wir diesmal vier Gäste begrüßen, als da waren: Unsere vietnamesischen Freunde Thran mit Partnerin Ganser von SC Böblingen, ein indischer Spieler namens Keshav und der Künstler Valentin Saile, der den Interessierten als Glasmaler bekannt ist. Er hat unter anderem das Chorfenster der Riedenberger Emmauskirche gestaltet und ist über die Region hinaus bekannt. Es gibt wenige bildende Künstler unter den Schachspielelern, der bekannteste unter ihnen war der Franzose Marcel Duchamp. Er vertrat sein Land bei der Schacholympiade 1930 in Hamburg, vor einiger Zeit war ihm eine Ausstellung in der Stuttgarter Staatsgalerie gewidmet. Der Ausgang des Blitzturniers an der Spitze war vorher zu sehen, Thran vom SC Böblingen konnte alle 15 Partien gewinnen. Für Saile selbst wie auch für die meisten Spieler war der 2. Platz eine Überraschung. Der Schreiber erinnert sich allerdings an die Partie Saile-Jäger bei den Bezirksmeisterschaften 1980 , als beide Spieler mit herunter gelassenem Visier aufeinander losgingen, um sich dann mit einem Remis friedlich zu trennen. Unser indischer Gast Keshav auf den 3. Rang kommt aus einem Land, in dem das Schach unter der Sanskrit-Bezeichnung Tschaturanga seinen Anfang genommen hat. Die weitere Reihenfolge: Bernt Lüttge und Jens Hensel , Peter Lau und David Rashba, Mihail Varga, Hans-Ulrich Jäger, Ganser( Böblingen), Frank Kuhnke, Günter Mößner, Jean-Claude Lin und Karl Herzig, Werner Pieper, Nathanael Lin.

     

       

Bericht : ´s Blättle , 201 9 - 11-08

(Jä ger) Am 20. 10. 2019 fuhren die Sillenbucher Schachspieler nach Vaihingen, um bei der SG Vaihingen/Rohr die Scharte, d. h. die knappe Niederlage gegen den Aufstiegsfavoriten Schmiden/Cannstatt auszuwetzen. Für Dr. Heinrich Motzer, Hans-Ulrich Jäger und David Rashba war es eine wohlbekannte Spielstätte, in der sie bei Senioren-und Jugendturnieren schon viele Schlachten geschlagen haben. Für die SG Vaihingen/Rohr bedeutet es einen unter Schachvereinen seltenen Glücksfall, sich ein eigenes Haus mit dem dortigen Schachclub teilen zu können. Trotz dieser Vorzüge hat die Schachgemeinschaft schon bessere Zeiten erlebt und kämpft um den Klassenerhalt Die Bemerkung ihres Mannschaftsführers, bei der Begegnung Vaihingen/Rohr- Sillebuch handele es sich um zwei potentielle Abstiegskandidaten, forderte eine Reaktion der Gäste heraus, die mit dem 5,5:2,5 Auswärtssieg deutlich ausfiel. Damit waren die Vaihinger noch gut bedient, denn an den Brettern 3 und 8 gab es noch weitere Möglichkeiten zur Resultatverbesserung. Hervorheben sollte man Dr. Wolfgang Küchle am Spitzenbrett, der seinem Gegner strategisch überlegen war und David Rashba beim Kampf der Youngsters an Brett 5, dessen Kontrahent sich mit seiner Dame an einem unschuldigen Bauern vergriffen hatte und in der Folge nicht mehr den Weg zurück fand in sichere Gefilde. Merke: Vergiftete Bauern sollte man nicht schlucken! Damit hatten die Sillenbucher drei Brettsieg erzielt durch Dr. Küchle, Rashba und Strauß ( kampflos), dazu fünf Remisen durch Bernd Lüttge, Dr. Heinrich Motzer, Peter Lau, Hans-Ulrich Jäger und Mihail Varga. In einer Momentaufnahme belegt der SC Sillenbuch in der Bezirksliga Stuttgart den 5. Rang im Zehnerfeld.

Am selben Tag, den 20. Oktober, traten die Nachwuchsspieler des SC Sillenbuch im Botnanger Bürgerhaus gegen die dortige Heimmannschaft an. Unsere jungen Spieler haben inzwischen mehr Turniererfahrung, trotzdem mussten sie den Botnangern mit 1:3 den Vortritt lassen. Für 2 Remisen sorgten Edwin Drings und Nathanael Lin für die Mannschaft Silllenbuch III.

Die Blitzmeisterschaft 2019/20 im SC Sillenbuch wird in 5 Durchgängen gespielt, von denen die besten 3 für die Meisterschaft gewertet werden. Der 1. Durchgang am 18. 10. 2019 brachte eine faustdicke Überraschung, als die Senioren Peter Lau und Hans-Ulrich Jäger ihren jüngeren Konkurrenten das Nachsehen gaben und in einem „Fotofinish“ mit je 9 Punkten aus 11 Partien gemeinsam den 1. Durchgang gewannen. Mit einem Punkt Rückstand auf dem 3. Platz folgte unser Seriensieger Bernd Lüttge , darauf David Rashba, Mihail Varga, Martin Strauß, Konstantin Herzig, Günter Mößner, Gert Wrobel, Karl Herzig, Frank Kuhnke und Werner Pieper.

In Oktober haben zwei deutsche Jugendliche die letzten Normen für den Großmeister-Titel erkämpft, verliehen wird er ihnen von der FIDE ( Weltschachverband) etwas später. Da ist zuerst der gerade noch 14jährige Vincent Keymer als jüngster deutscher Titelträger aller Zeiten. Zum Vergleich: Der legendäre amerikanische Weltmeister Bobby Fischer wurde mit 15 Jahren Großmeister. Nun hat der Hamburger Luis Engel nachgezogen, als er bei einem Jubiläumsturnier des ältesten deutschen Schachvereins , dem HSK Hamburg von 1830 die letzte Norm erfüllte. Luis wurde vom Hamburger Urgestein Christian Zickelbein entdeckt und behutsam aufgebaut, nun hat er im „fortgeschrittenen“ Alter von 16 Jahren den GM -Titel erkämpft.

Unsere 2. Mannschaft hat im Kulturhaus Muse-o in Gablenberg gegen Schachfreunde Stuttgart VI 2:6 verloren. Die an allen Brettern den Sillenbuchern an Wertungszahlen überlegenen Stuttgarter sind ihrer Favoritenrolle gerecht geworden. Ein erfreulicher Sieg von Günter Mößner, ein Remis am Spitzenbrett durch Gert Wrobel und ein Remis durch Jens Hensel bei seinem ersten Einsatz in der Mannschaft stehen auf der Habenseite unserer Spieler.

Im alten Schulhaus zu Riedenberg trafen die Mannschaften Sillenbuch IV und DJK Stuttgart V aufeinander. Der Kampf endete 3:1 für Sillenbuch, Kian Amidzadeh gewann seine Partie an Brett 1, dazu kamen kampflose Siege an den Brettern 3 und 4 durch Bastian Kufer und Maximilian Pabotoy.

Der deutsche Schriftsteller Jean Paul sagte: „ Außer der Philosophie weiß ich kein so gutes Treibmittel des Gehirns als höchstens Schach und Kaffee“.

     

       

Bericht : ´s Blättle , 201 9 - 10-18

(Jäger) Der Ausgang des Saisonauftakts Sillenbuch I – Schmiden/Cannstatt II war erwartet worden, allerdings fiel die 3,5:4,5 Niederlage knapper aus als befürchtet. Die Sillenbucher konnten sogar an einem Unentschieden schnuppern, wären da nicht zwei krasse Fehlleistungen passiert , als ein Spieler völlig unbedrängt ein Qualitätsopfer brachte und ein anderer in die relativ simple Arche-Noah-Falle tappte, bei der ein Läufer abhanden kommt. Der als „Praeceptor Germaniae“ titulierte Dr. Siegbert Tarrasch sprach in solchen Fällen von einer „ amaurosis scaccistica“, einer plötzlich auftretenden Schachblindheit. Mehr Kritik an unseren Spielern gibt es aber nicht, dagegen viel Lob an die Adresse von Dr. Heinrich Motzer am 3. Brett für eine tadellose , mit den schwarzen Figuren zum Sieg geführte Partie. Genau so viel Lob auch für unsere Spitzenbretter Dr Wolfgang Küchle ( gegen den starken Scheeff) und Bernd Lüttge, die mit ihren Remisen den Grundstein für ein passables Abschneiden gelegt haben. Weiterhin remis spielten Peter Lau, Hans-Ulrich Jäger und Gert Wrobel, damit stehen also unter dem Strich 1 Brettsieg gegen 2 Verluste bei 5 Remisen. Die nächste schwere Aufgabe wartet auf uns mit dem Auswärtskampf bei der SG Vaihingen/Rohr.

Parallel zur ersten Mannschaft spielte die 3. Mannschaft des SC Sillenbuch ihr Auftaktmatch gegen Schachfreunde Stuttgart VII in der B-Klasse Stuttgart Mitte. Unsere jungen Spieler mussten eine 0:4 Niederlage quittieren, haben aber sicher einiges aus ihren Partien gelernt, z. B. wie man gut stehende Stellungen zum Sieg führt.

Am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, führte der Schachclub Grunbach im Remstal ein Schnellschach Open durch. Der Modus besagte: 10 Minuten Bedenkzeit plus einem Bonus von 5 Sekunden pro Zug. Ähnliche Turniere gibt es oft, relativ neu ist aber die 3-Punkte-Regel wie beim Fußball, wobei es 3 Punkte gibt für einen Sieg und 1 Punkt für ein Remis. Gemeldet hatten knapp 100 Spieler für die strapaziösen 9 Runden, mit dabei unser Mihail Varga. Sein 77. Platz im Gesamtklassement ist nicht schlecht und gewinnt an Wert bei der starken Gegnerschaft, mehr noch jedoch sein 9. Platz in der Rangliste der Spieler mit DWZ 1400-1600! Die meisten Schnellschach- oder Blitzpartien werden mit einer Bedenkzeit von 10 oder 5 Minuten durchgeführt, bedenklich wird es laut der amerikanischen psychiatrischen Gesellschaft beim „bullet chess“, das mit einer Bedenkzeit von nur 1 Minute vor allem im Internet gespielt wird und bei dem das Suchtpotential sehr hoch ist. Im Schachclub Sillenbuch spielt man 5 Blitzturniere pro Saison mit durchaus gemütlichen 5 Minuten pro Spieler, das nächste beginnt am Freitag, den 11. 10. 2019 um 20 Uhr und ist offen für Gastspieler.

Ein Ausspruch von Krimischriftsteller Arthur Conan Doyle : „ In zehn Mordfällen gibt es nicht so viele Geheimnisse wie in einer Partie Schach“.

     

           

Bericht : ´s Blättle , 201 9 - 09-27

(Jäger) Das traditionsreiche Seniorenturnier der SG Vaihingen/Rohr fand wie gewohnt in der letzten Woche der Sommerferien statt. Die Altersbeschränkung wurde auf 55 Jahre gesenkt, ein Zuwachs an Teilnehmern brachte dies allerdings nicht . So traten am 30. 8. 2019 nur 28 Spieler zu der 9 Tage – Ralley an, die Hälfte davon mit respektablen Wertungszahlen , an der Spitze Bernd Michael Werner( BMW). Zu den stärkeren Spielern des Feldes zählten auch die Sillenbucher Dr. Heinrich Motzer und Hans-Ulrich Jäger, die das Turnier als Training für den Auftakt der Bezirksliga-Saison nutzten. Von Anfang an entwickelte sich ein zäher Kampf um die Plätze an den ersten Brettern, sodass sich nach der 9. Runde ein Trio mit 6,5 Punkten durchgesetzt hatte und die Wertung nach Buchholzpunkten über die Reihenfolge entscheiden musste. Da der Laufener Werner , mit einer kampflosen Niederlage behaftet, die schlechteste Wertung nach Buchholz hatte, blieb ihm der 3. Platz. Sieger des Turniers wurde Karl Brettschneider ( Leinfelden) knapp vor Helmut Engbrecht ( Schorndorf). Für den Leinfeldener ein weiterer schöner Erfolg, nachdem er sich schon in Freudenstadt bei den Ba-Wü-Meisterschften als bester Württemberger erwiesen hatte. Ein gutes Turnier spielte der Sillenbucher Dr. Heinrich Motzer mit 5,5 Punkten aus 9 Runden. Er konnte Remisen gegen Engbrecht und Kolb (Neckarsulm) als beste Leistung vorweisen, wobei gegen Kolb sogar ein zweizügiges Matt „drin“ gewesen wäre. Für Hans-Ulrich Jäger gab es ein 50% Ergebnis mit 4,5 Punkten, eine Schwächephase in den Runden 5, 6 und 7 verhinderte ein besseres Abschneiden. Seine besten Leistungen waren Remisen gegen Engbrecht und Motzer. Damit wurde auch die Hierarchie im SC Sillenbuch gewahrt mit Motzer als Gewinner der Clubmeisterschaft, Jäger auf dem 3. Platz.

Zum Auftakt der Saison 2019/20 trat die 2. Mannschaft des SC Sillenbuch zum kleinen Lokalderby Sillenbuch II-Heumaden I im alten Heumadener Rathaus an. Die Sillebucher, frisch in die Kreisklasse aufgestiegen, mussten drei ihrer etatmäßigen Spieler ersetzen, womit allerdings ihre knappe 3,5:4,5 Niederlage nicht hinreichend erklärt ist. Chancen, zumindest für einen unentschiedenen Ausgang des Kampfes, waren genügend vorhanden, entsprechend unzufrieden waren unsere Spieler an den Brettern 1 und 6 nach der Analyse ihrer Partien am darauf folgenden Trainingsabend. Somit blieb es bei 3 Siegen von Günter Marsch, Mihail Varga und Frank Kuhnke sowie einem Remis von Konstantin Herzig.

Die Deutschen Firmenmeisterschaften fanden vom 5. -8. 9. 2019 in Billerbeck (NRW) statt, „der Perle der Baumberge“. Unser erster Vorsitzender Peter Lau vertrat die Sparkassenversicherung und erzielte an den Brettern 2 und 3 gegen sehr starke Gegner drei Punkte aus fünf Partien. Lau hat damit seine gute Form unter Beweis gestellt, erfreulich auch im Hinblick auf unseren ersten Mannschaftskampf in der Bezirksliga gegen die Reserve des Oberligisten Schmiden/ Cannstatt am 29. 9. 2019in unserer Heimspielstätte , dem Clara-Zetkin Haus. Bei den Firmenmeisterschaften treffen Spieler unterschiedlichster Spielstärke aufeinander, vom Großmeister bis zum Kreisklassenspieler, auch sind die Deutschen Meisterschaften sowohl sportliche wie gesellschaftliche Ereignisse unter Einbeziehung der jeweiligen Partner. Einige Berufsgrupppen führen eigene Meisterschaften durch, z. B. Ärzte, Lehrer, Politiker oder auach NATO-Soldaten, die vorübergehend das Kriegshandwerk mit dem friedlichen Kampf auf dem Schachbrett getauscht haben.

Die 1. Schachbundesliga hat die Liste ihrer Spieler für die anstehende Saison veröffentlicht. Dabei hat Abonnement-Meister Baden-Baden an den ersten 9 Brettern nur ausländische Spitzenkräfte gemeldet: An Brett 1 Vizeweltmeister Caruana, an Brett 3 Ex-Weltmeister Anand, an Brett 4 den „deutschen Armenier“ Aronjan. Der erst deutsche Großmeister Naiditsch erscheint an Bret 10, die stärkste Frau, die Chinesin Yifan Hou an Brett 13. Noch schlechter für die deutschen Spieler sieht es beim SV Hockenheim aus, wo Ex-Weltmeister Anatoli Karpov das Spitzenbrett besetzt und die Fremdenlegion der ausländischen Großmeister den Backnanger Arik Braun an das Brett 12 verdrängt hat.

Ein gewisser Gert Karpe meint: „ Für Schachspieler, Bahnreisende und Raucher stellt sich immer wieder die Frage nach dem letzten Zug“.

     

             

Bericht : ´s Blättle , 201 9 - 08-10

(Jäger) Die SG Fasanenhof führte vom 2. 8. -4. 8. 2019 ein DWZ Turnier durch bei dem es um Wertungspunkt ging, es aber auch dazu diente, das Eröffnungsrepertoire zu überprüfen und im Hinblick auf den Saisonbeginn im September in Übung zu bleiben. Gespielt wurde von Freitagabend bis Sonntagabend, damit mussten zwei Doppelspieltage absolviert werden. Für manche ältere Spieler bedeutete dies eine ziemliche Belastung, vor allem natürlich für jene, die einen solchen Modus nicht kennen. Schachturniere dieser Art können nur gestemmt werden, wenn die Mitglieder sich bei der Organisation, beim Catering und bei der Arbeit am Computer engagieren. Da die 28 Teilnehmer und die Spielleitung miteinander zufrieden waren, ist den Fasanenhöflern ihr Turnier gut gelungen und soll im nächsten Jahr zum 6. Mal wiederholt werden. Drei Sillenbucher, Günter Mößner, Gert Wrobel und Hans-Ulrich Jäger waren dabei und haben sich unterschiedlich erfolgreich geschlagen. Für Günter Mößner war es das erste Turnier dieser Art, deshalb muss er mit 2 Punkten aus 5 Partien zufrieden sein. Gert Wrobel hat das von allen Spielern erstrebte Minimalziel, nämlich 2,5 Punkte erreicht. Hans-Ulrich Jäger, der schon öfter durch die Mühle solcher Doppelspieltage (2Partien pro Tag) gegangen ist, erzielte 4 Punkte und erreichte damit als „runner up“ den 2. Platz des Gesamtklassements. Seine Punktzahl errechnet sich aus 3 Siegen und 2 Remisen, einen halben Punkt hinter dem 14jährigen Sieger Baxim Menold aus Ludwigshafen. Einen Altersunterschied von 70 Jahren gibt es nur beim Schachsport. Jäger profitierte von seiner mentalen Ausdauer, die meisten seiner Partien wurden erst nach 50 und mehr Zügen im Endspiel entschieden.

Das Altibox Norway Chess fand in Stavanger statt, in der Heimat des Weltmeisters Magnus Carlsen. Carlsen wird in Norwegen als Nationalheiliger verehrt, ähnlich wie damals in Deutschland Steffi Graf und Boris Becker, und es wird behauptet, er sei bekannter als König Harald. Seine Partien werden auf allen öffentlichen und privaten Fernsehkanälen übertragen, auch wenn die von ihm produzierten „Seeschlangen“ sich über 6 Stunden und mehr hinziehen. Die Veranstalter wollten Schach für die Fernsehzuschauer attraktiver machen und sorgten für eine kleine Revolution: Auf einen Remisausgang folgte ein sogenanntes Armageddon, um eine Entscheidung herbeizuführen, ähnlich wie beim Tennis. Bislang üblich waren beim Armageddon ein Zeitkonto von 5 Minuten für Weiß und 4 Minuten für Schwarz, allerdings musste Weiß die Schnellpartie (Armageddon) gewinnen dem Schwarzen reichte ein Unentschieden für die Entscheidung zu seinen Gunsten. In Stavanger wurde das Zeitkonto verändert, Weiß bekam 10 Minuten, Schwarz 7. Armageddon ist ein biblischer Begriff und bedeutet in der Offenbarung des Johannes die letzte Entscheidungsschlacht.

Nach Eugene Martinovski ist Schach der einzige Sport, bei dem man auch nach 60 noch konkurrierend bleiben kann (manche schaffen das auch später noch).

Albert Einstein, kein Freund des Schachs, meinte: „ Schach ist das schnellste Spiel der Welt, man muss innerhalb von Sekunden tausende von Möglichkeiten bedenken“.

Auch in den Sommerferien treffen sich die Schachspieler an Freitagabend gegen 19 Uhr im Clara-Zetkin-Haus.

     

       

Bericht : ´s Blättle , 201 9 - 07-26
        

(Jäger) 123 Spieler traten vom 5. 7. – 13. 7. 2019 in Freudenstadt zu den offenen Baden-Württembergischen Senioren-Meisterschaften an, davon 94 in der Klasse Ü65 ( die „richtigen Senioren“) und 29 in der Klasse Ü 50. Das Turnier erstreckte sich über 9 Runden und kam auch den Spielern entgegen, die außerdem natürlich vorrangigen Schach die Landschaft um den Naturpark Nordschwarzwald zu Fuß oder per Rad erwandern wollten. Bei den Senioren Ü 65 gab es eine Wachablösung: FM Herbrechtsmeier , der Sieger der letzten beiden Jahre landete nur auf dem 9. Rang. Überlegen mit 7,5 Punkten siegte der Fide-Meister Dr. Bernd Baum, einen ganzen Punkt vor seinem Vereinskameraden Dr. Mathias Kierzek, beide vom SC Fulda. Starke 6 Punkte sammelte Karl Brettschneider( SC Leinfelden) als bester Württemberger auf dem 11. Platz. Regelmäßig begrüßt wird in Freudenstadt die Leipzigerin Dr. Gabriele Just, ihres Zeichens ehemalige DDR-Meisterin und auch 2019 Gewinnerin des Damenpreises. Viel erstaunlicher aber sind die 3,5 Punkte von Dr. Doris Lübbers ( SF Taunus), die erst 2005 mit Schach begonnen und jetzt im recht fortgeschrittenen Alter ihr bestes Ergebnis erzielt hat. Ein Mut machendes Beispiel für Kampfgeist bot unser alter Schachfreund Peter Zschorsch von SF Karlsruhe. Er hatte die 3 ersten Partien nach schlimmen Patzern verloren, war nur noch ein Häufchen Elend und musste mit vielen Streicheleinheiten zum Weitermachen bewegt werden. Darauf kämpfte er in eindrucksvoller Manier , holte aus den verbliebenen 6 Runden 4 Siege und 2 Remisen und beendete das Turnier mit respektablen 5 Punkten. Für Hans-Ulrich Jäger entsprach sein Abschneiden nicht den eigenen Erwartungen: 2 Siege,, 3 Unentschieden und 4 Niederlagen reichten nur zu einer Verbesserung von2 Plätzen gegenüber der Starterliste. Das Turnier Ü 50 wurde gewonnen von FM Hartmut Metz von der SG Kupppenheim. Den prominentesten Namen trug ein Spieler, der sich auf Platz 24 einreihen musste, nämlich Alexej Botwinnik. Er ist ein Neffe des großen sowjetischen Weltmeisters Mihail Botwinnik, er lebt in Köln und spielt für die SG Porz.

Zum 71. Mal wurde die Jahresversammlung des 1948 gegründeten SC Sillenbuch abgehalten. Die Gründung fand in der inzwischen abgebrochen Gaststätte Wilhelmshöhe statt, wo sich einige Kriegsheimkehrer zusammensetzten, um einer informellen Schachgruppe den Status eines Vereins zu geben. Taufpate war Theo Schuster, Vorkämpfer des Stuttgarter Schachs, der fast 50 Jahre die Schachecke der Stuttgarter Zeitung redigierte. Die Reihe der Vorsitzenden wird angeführt von den Herren Bäumker, Billerbeck und Wachter. Vor allem unser Ehrenvorsitzender Franz Wachter bleibt im Gedächtnis, der von 1961-96 zeitweise in Personalunion die Ämter 1. Vorsitzender, Spielleiter und Kassier bekleidete. Es folgte Helmut Rieger, der von dem Duo Peter Lau und Günter Mößner abgelöst wurde, die seither abwechselnd als 1. und 2. Vorsitzender die Geschicke des SC Sillenbuch lenken. Dies machen sie so gut, dass sie auch diesmal einstimmig in ihrem Amt bestätigt wurden. Weitere Funktionen: Kassier Bernd Lüttge, der auch die für die Außendarstellung des Vereins wichtige Homepage bearbeitet; Spielleiter Konstantin Herzig, auch Materialwart; Jugendbetreuer Hans-Peter Nyffeler, zusammen mit Günter Mößner; Schriftführer Dr. Wolfgang Küchle; Kassenprüfer Dr. Küchle und Frank Kuhnke. Eine durchaus verdiente Ehrung erfuhr Friedrich Wolfenter, dem die Ehrenmitgliedschaft des SC Sillenbuch angetragen wurde. Wolfenter war früher aktiver Spieler und Spielleiter, hat seine Meriten aber vor allem beim Fernschach. Er trägt den Titel „Verdienter Internationaler Meister“, er wurde oft in der FS-Nationalmannschaft eingesetzt, er hat viele Turnier gewonnen und er hat einen nicht leicht zu brechenden Rekord aufgestellt: die Marke steht bei 145 Partien, in denen er nicht besiegt wurde. Nach einer krankheitsbedingten Auszeit wird Wolfenter seine Karriere fortsetzen mit der Teilnahme an der Deutschen Senioren-FS-Meisterschaft. Damit ist Friedrich Wolfenter das zweite Ehrenmitglied des Vereins nach Hans-Ulrich Jäger. Der SC Sillenbuch hat z. Zt. 35 Mitglieder, davon 12-14 Jugendliche, er hat 4 Mannschaften gemeldet in der Bezirksliga, Kreisklasse, B-Klasse und C-Klasse.

Bobby Fischer, Ex-Weltmeister und enfant terrible des Schachs, meinte: „ Ich gebe 98 % meiner Geistesenergie zum Schach. Andere nur 2%.“

Der Spielbetrieb im Clara-Zetkin-Haus geht auch während der Sommerferien weiter. Gäste sind immer willkommen.

    

       

Bericht : ´s Blättle , 201 9 - 07-05

        

(Jäger) Einige Spieler des SC Sillenbuch haben so großen Heißhunger auf Schach, dass sie zwei oder sogar drei Turniere in kurzer Reihenfolge spielen. Dies waren nach Ditzingen Martin Strauß, Gert Wrobel und Konstantin Herzig in Öffingen , Wrobel zusätzlich in Esslingen . Gute Ergebnisse erzielten Strauß und Wrobel in Öffingen, als sie 3,5 Punkte aus 7 Partien gegen starke Gegnerschaft holten. Strauß setzte dabei den Bezirksmeister Florian Siegle matt, Wrobel wurde mit einem Ratingpreis ausgezeichnet für Spieler unter DWZ 1600. Für Herzig bedeuten zwei Punkte noch Luft nach oben. Etwas schwächer schnitt Wrobel in Esslingen ab, er erzielte drei Punkte aus 7 Partien.

Nach der Blitzmeisterschaft 2019 , die vom Seriensieger Bernd Lüttge vor David Rashba und Hans -Ulrich Jäger für sich entschieden wurde, steht jetzt auch der Clubmeister im Turnierschach mit normaler Bedenkzeit fest. Es siegte zum wiederholten Mal Dr. Heinrich Motzer , dem in der entscheidenden Partie mit den schwarzen Figuren ein Sieg gegen Peter Lau gelang. In der Schlusssphase der Partie sehen wir ein seltenes Stellungsbild mit vier Damen auf dem Brett. Nach dem Generalabtausch aller Damen verbleiben Motzer vier Bauern gegen drei seines Gegners, diesen Vorteil konnte er zum Sieg realisieren.

Hier die Reihenfolge bei der Clubmeisterschaft:

1. Und Meister Dr. Heinrich Motzer 2. Martin Strauß 3. Hans-Ulrich Jäger es folgen David Rashba, Konstantin Herzig, Peter Lau , Frank Kuhnke, Günter Mößner, Werner Pieper, Karl Herzig, Nathanael Lin.

Parallel zum mit 2000 Spielern riesigen Grenke-Open in der Karlsruher Schwarzwaldhalle lief das Grenke Chess Classic, ein Einladungsturnier der Weltklasse. Zur crème de la crème des Schachs zählen der Weltmeister Carlsen , sein letzter Herausforderer Caruana, der Ex-WM Anand, der Armenier Aronjan und weitere Koryphäen. Zu den neun eingeladenen Spielern gesellte sich der 14jährige Vincent Keymer, der das Challenge-Turnier gewonnen hatte. Die deutsche Hoffnung Keymer ging vor den vermeintlich übermächtigen Gegnern nicht in die Knie, er hatte sogar gegen Carlsen Siegchancen in einer auf Augenhöhe geführten Partie über 80 Züge. Seine aus 9 Partien erzielten zwei Punkte sind aller Ehren wert. Normalerweise haben es Schachspieler nicht so mit den Fäusten, sie fassen ihre Schachfiguren lieber mit spitzen Fingern an. Vincents Trainer Peter Leko bezog sich auf die letzte Runde zwischen Keymer und Vallejo, als er an den Kampf Muhammed Ali – George Foreman erinnerte: „Rumble in the jungle“ ( Boxkampf im Dschungel) wird der 1970 im afrikanischen Zaire ausgetragene Kampf genannt. Gemeint ist bedingungsloser Schlagabtausch. Den hatte auch Martin Strauß vom SC Sillenbuch im Sinn, als er sich mit Hilfe des Videos vor der letzten Partie der Stadtmeisterschaft in die richtige Kampfstimmung versetzte. Er gewann die Partie und den ersten Seniorenpreis.

GM Sosonko meint: „ Wenn man verliert, zieht in der Seele ein Sturm auf und man fragt sich: Ist mein Gegner intelligenter als ich?“

       

     

            

Frühere Berichte siehe Sillenbucher Schachblättle pdf.

       

       
2015 Sillenbucher Schachblättle (nach oben)
 
Informationen zu vergangenen Spielzeiten gibt es im Sillenbucher Schachblättle.

Die Saison beginnt im September mit Turnieren und dem Start der Mannschaftsspiele und endet mit der Jahreshauptversammlung im Juli sowie Turnieren im August. Diese Zeitschrift ist von den Themen so wie unsere Homepage strukturiert.

Informationen aus der Saison 2013-2014 und früher finden sie auch in den Archiven von Events, Events-Vereinsmeister-Chronik und Teams.

Status der einzelnen Ausgaben: grün = fertig, gelb = in Bearbeitung, weiß=weder fertig noch in Bearbeitung

 
Zusammenfassung Saison

Partienauslese
pgn
cbv
[Verzeichnis]

Titelseite
Schachblättle 2019-2020.pdf
Jugend
Teams 1. Mannschaft in der Bezirksliga
2. Mannschaft in der Kreisklasse
3. Mannschaft in der B-Klasse
4. Mannschaft in der C-Klasse
Events
Regional BEM 2020 in Sillenbuch
D
International
Fernschach
´s Blättle
Schachblättle 2018-2019.pdf x
Jugend Jugendvereinsmeister Colin Götz

David Rashba 4. Platz Württembergische Jugendeinzelmeisterschaft

Teams 1. Mannschaft in der Bezirksliga: Klassenerhalt wieder erreicht
2. Mannschaft in der A-Klasse: Aufstieg in die Kreisklasse
3. Mannschaft in der B-Klasse: 3. Team landet auf Platz 3
Neu: 4. Mannschaft in der B-Klasse
Events 70 Jahre Schach-Club Sillenbuch 1948-2018
SIM Friedrich Wolfenter wird Ehrenmitglied
Vereinsmeister Dr. Heinrich Motzer
Blitzvereinsmeister Bernd Lüttge
Regional BEM 2019 in Sillenbuch
Konstantin Herzig ist Regionalschiedsrichter
9 Sillenbucher bei Stuttgarter Stadtmeisterschaft
D

Deutsche Amateurmeisterschaft Vorrunde in Koblenz-Lahnstein und Darmstadt

Deutsche Firmenmeisterschaft

International Schacholympiade
WM Carlsen - Caruana
Fernschach SIM Friedrich Wolfenter wird Ehrenmitglied
Friedrich Wolfenter seit 145 Partien ohne Niederlage
´s Blättle Berichte von Hans-Ulrich Jäger
Schachblättle 2017-2018.pdf
Jugend

Jugendvereinsmeister Philipp Enderle

Jugendteam bei KJMM Stuttgart-Mitte
Württembergische Jugendmeisterschaft mit David Rashba
Teams 1. Mannschaft in der Bezirksliga
2. Mannschaft in der A-Klasse
3. Mannschaft in der B-Klasse
Events Vereinsmeister Peter Lau,
Blitzvereinsmeister 
Bernd Lüttge
Regional. BEM 2018 in Sillenbuch.
D Grenke-Chess-Classics
International Kandidatenturnier: Sieger Fabiano Caruana
Fernschach Friedrich Wolfenter: Serie von 133 Partien ohne Niederlage
´s Blättle Berichte von Hans-Ulrich Jäger
Schachblättle 2016-2017.pdf
x
Jugend David Rashba bei Deutscher Meisterschaft,
Jugendvereinsmeister: Philipp Enderle
Wieder eine Jugendmannschaft
Teams

1. Mannschaft in der Bezirksliga

Hans-Ulrich Jäger startet mit 8 Punkten aus 8 Partien

2. Mannschaft in der A-Klasse

spielt vorne mit und landet im Mittelfeld

Events Dr. Motzer und Strauß gewinnen Vereinsmeisterschaft,
Bernd Lüttge gewinnt Blitzvereinsmeisterschaft
TERRA S, Teil V "Platin" von Martin Strauss
Regional. Erfolgreiche Teilnahme bei Turnieren
BEM 2017 in Sillenbuch.
D Hans-Ulrich Jäger beim Finale der Amateurmeisterschaften
International

Olympiade in Baku: USA gewinnt

WM Carlsen gewinnt gegen Karjakin

Fernschach Wolfenter baut Serie auf 121 Partien aus
´s Blättle Berichte von Hans-Ulrich Jäger
Schachblättle 2015-2016.pdf
Jugend Jugend wieder mit Vereinsturnier

Die Jugend verstärkt die 2. Mannschaft

Teams 1. Mannschaft in der Bezirksliga
2. Mannschaft steigt in die A-Klasse auf
Events Vereinsmeister: Dr. Heinrich Motzer
Blitzvereinsmeister: Thanh Kien Tran
TERRA S, Teil IV "Der beste Zug" von Martin Strauss
Regional. BEM 2016 in Sillenbuch.
D Deutsche Amateurmeisterschaft in Bad Soden mit Strauss und Dr. Motzer
International Internationales Schachfestival Biel mit Dr. Wolfgang Küchle
Fernschach SIM Wolfenter schafft Serie von 101 Partien ohne Niederlage
´s Blättle Berichte von Hans-Ulrich Jäger
Schachblättle 2014-2015.pdf
x
Jugend David Rashba bei Deutscher Jugendmeisterschaft
Teams 1. Mannschaft: 2.Platz; Hans-Ulrich Jäger startet mit 7 aus 7
2. Mannschaft: 3. Platz in B-Klasse
Seniorenmannschaft in Württemberg-Liga
Events Vereinsturnier&Blitzturniere: Double & Triple

TERRA S, Teil I-III von Martin Strauss

Regional. BEM 2015 in Sillenbuch.
D
International
Fernschach 99 Siege
´s Blättle Berichte von Hans-Ulrich Jäger
Schachblättle 2013-2014.pdf
Jugend Auch in den Sommerferien gibt es Schach
Neuer 2. Jugendleiter
Jugendpokalturnier in Altbach
Teams
Events
Regional BEM 2014 in Sillenbuch

Öffinger Open mit Martin Strauß

D
International

Liechtensteiner Open

Fernschach

Jubiläum Günther Schmandt

FWZ/Elo Zahlen Sillenbucher Fernschachspieler

Fernschachpost – Portrait Wolfgang Wolfenter

Deutschlandpokal

´s Blättle Berichte von Hans-Ulrich Jäger
Schachblättle 2012-2013.pdf
Jugend
Teams
Events
Regional BEM 2013 in Sillenbuch
D
International
Fernschach
´s Blättle Berichte von Hans-Ulrich Jäger
Schachblättle 2011-2012.pdf
Jugend
Teams

1. Mannschaft in der Bezirksliga

2. Mannschaft in der A-Klasse

Seniorenmannschaft in Württemberg

Events

Regional BEM 2012 in Sillenbuch
Staufer Open, Offene Württembergische Seniorenmeisterschaft
D
International
Fernschach


´s Blättle Berichte von Hans-Ulrich Jäger
Schachblättle 2010-2011.pdf
Jugend Jugendvereinsmeisterschaft
Teams
Events
Regional BEM 2011 in Sillenbuch
D Deutsche Amateur-Meisterschaft, Qualifikationsturnier in Aalen
International
Fernschach
´s Blättle Berichte von Hans-Ulrich Jäger
Schachblättle 2009-2010.pdf
Jugend
Teams
Events
Regional BEM 2010 in Sillenbuch
D
International
Fernschach
´s Blättle Berichte von Hans-Ulrich Jäger
Schachblättle 2008-2009.pdf
Jugend
Teams
Events Freundschaftsspiel Sillenbuch - Schorndorf
Regional BEM 2009 in Sillenbuch
Württembergische Schnellschachmeisterschaften
Staufer Open
D
International
Fernschach
´s Blättle Berichte von Hans-Ulrich Jäger
Schachblättle 2007-2008.pdf
Jugend
Teams
Events
Regional BEM 2008 in Sillenbuch
Deutsche Amateur-Meisterschaft in Aalen
D Deutsche Amateurmeisterschaften
International
Fernschach
´s Blättle Berichte von Hans-Ulrich Jäger
Schachblättle 2006-2007.pdf
Jugend Bezirksjugendblitzturnier

Kreisjugendeinzelmeisterschaft:

2. Platz Lion Horlacher

Teams
Events
Regional BEM 2007 in Sillenbuch
25-jähriges Jubiläum bei den Schachfreunden in Hemmingen
D
International
Fernschach
´s Blättle Berichte von Hans-Ulrich Jäger
Schachblättle 2005-2006.pdf x
Jugend
Teams
Events
Regional BEM 2006 in Sillenbuch

Kandidatenturnier: Dr. Wolfgang Küchle schafft Aufstieg ins Meisterturnier

D Deutsche Amateurmeisterschaften
International
Fernschach

ICCF Master-Normenturnier

ICCF Champions League A1

´s Blättle Berichte von Hans-Ulrich Jäger
Schachblättle 2004-2005.pdf x
Jugend Kreisjugendmannschaftsmeisterschaft
Teams
Events
Regional BEM 2005 in Sillenbuch
D Deutsche Amateurmeisterschaften
International

Senioren-EM

Senioren-WM

Fernschach
´s Blättle Berichte von Hans-Ulrich Jäger
Schachblättle 2003-2004.pdf x
Jugend
Teams
Events
Regional BEM 2004 in Sillenbuch
Deutsche Amateurmeisterschaften:

Dr. Wolfgang Küchle gewinnt Gruppe C in Aalen

D Deutsche Amateurmeisterschaften:

Dr. Wolfgang Küchle gewinnt in Gruppe C in Hamburg

Senioren-WM in Bad Zwischenahn mit Gerd Klopfer
International Senioren-WM
Fernschach
´s Blättle Berichte von Hans-Ulrich Jäger
Schachblättle 2002-2003.pdf
Jugend
Teams
Events
Regional BEM 2003 in Sillenbuch
D
International
Fernschach
´s Blättle Berichte von Hans-Ulrich Jäger
Schachblättle 2001-2002.pdf
Jugend
Teams
Events Simultanveranstaltung und Schulungswochenende mit GM Igor Khenkin
Regional BEM 2002 in Sillenbuch
D
International
Fernschach
   
(nach oben)