`s Blättle

 
TEXTE: HANS - ULRICH JÄGER
         
  

Bericht : ´s Blättle, 2018-12-10

     

(Jäger) Der Norweger Magnus Carlsen hat seinen WM Titel durch einen Sieg im Tiebreak ( 3 Schnellpartien) verteidigt, nachdem alle 12 Partien mit regulärer Bedenkzeit im Kampf mit dem Herausforderer Fabiano Caruana Remis geendet hatten. 1500 Jahre Schachgeschichte sind vergangen, seit unser Spiel um 500 AD in Indien unter der Sanskritbezeichnung Tschaturanga entstand und über Persien in die arabischen Länder gelangte. Im Zuge der Islamisierung nahm es seinen Weg über Spanien und Italien nach Mitteleuropa und gehörte in den Zeiten der Kreuzzüge zu den ritterlichen Tugenden. Seit damals hat es immer wieder Spieler gegeben, die ihren Zeitgenossen überlegen waren, wie der Araber Stamma , der Italiener Greco, der spanische Geistliche Ruy Lopez oder der Franzose Philidor. Weltmeisterschaften aber gibt es erst seit 1886 mit dem Sieg des Pragers Wilhelm Steinitz über Johannes Zukertort aus Russisch Polen. Bis 1946, als Alexander Aljechin unter mysteriösen Umständen im portugisischen Estoril verstorben war, wurde der WM Titel als Privatbesitz gehandelt. Das bedeutet, dass der Herausforderer gezwungen werden konnte, eine bestimmte Summe in einen Topf einzuzahlen, der dann je nach Ausgang des Kampfes geteilt wurde. Der am längsten regierende WM war der Deutsche Dr. Emmanuel Lasker ( 1894-1921). Er nahm sich mehrmals Pausen vom Schach, um seine mathematischen und philosophischen Studien fortzusetzen. Ab 1946 werden die WM Kämpfe unter der Regie der FIDE , des Weltschachverbandes durchgeführt. Mit Michail Botwinnik beginnt die Reihe der sowjetischen Champions bis zu Boris Spasski, der 1972 dem US Boy Bobby Fischer , der im „Kampf der politischen Systeme“ unterlag. Fischers Benehmen war oft grenzwertig, er hat aber dafür gesorgt, dass inzwischen die Schachmeister gut bezahlt werden. Welch ein Unterschied zwischen dem sich mühsam durchs Leben schlagenden Steinitz und Carlsen, dem 16. WM der modernen Schachgeschichte, der dank Preisgeldern und Werbeverträgen es zum mehrfachen Millionär gebracht hat. Die Russen spielen immer noch im Konzert der weltbesten Schachspieler mit , auf dem Schachthron aber wurden sie abgelöst von dem Inder Anand und dem Norweger Carlsen.

Nach zwei 3,5:4,5 Niederlagen gegen Spitzenreiter Backnang und Murrhardt kam das 6,5:1,5 gegen die Reserve des Landesligisten Waiblingen als Befreiungsschlag gerade recht. Damit hat sich der SC Sillenbuch auf den 4. Platz der Bezirksligatabelle verbessert. Bei dem hohen Sieg über Waiblingen hat alles gepasst, außerdem hat unsere Schachmuse Caissa für einen Ausgleich für die unglücklichen Niederlagen gesorgt. Den schnellsten Sieg nach 1,5 Stunden Spielzeit erzielte David Rashba , er war wohl für seinen Gegner zu stark. Es folgten Remisen an den Brettern 2und  4 von Bernd Lüttge und Martin Strauß gegen sie stärksten Waiblinger Weber und Sielaff. Dr. Heinrich Motzer und Peter Lau konnten ihre erfolgsträchtigen Stellungen sicher zum Gewinn führen. Mit dem Unentschieden von Frank Kuhnke an Brett 7 war der Kampf entschieden. Es spielten noch Dr. Wolfgang Küchle am Spitzenbrett  und Hans-Ulrich Jäger. Jäger hatte dank der Unachtsamkeit seines jungen Kontrahenten , einem Schüler von Rudolf Sielaff, eine Leichtfigur gewonnen, musste dafür aber drei Bauern abgeben. Trotz materiellem Gleichstand konnte er sein leichtes Übergewicht nach 55 Zügen in einen Sieg ummünzen. Dr. Küchle traf am 1. Brett auf unerwartet starken Widerstand, musste einige Fallen umgehen und konnte sich auch auf Grund von kleineren positionellen Fehlern seines Gegners durchsetzen – man kann sich auf unser Spitzenbrett verlassen! Zu erwähnen an gespielten Eröffnungszügen sind die MacCutcheon Variante und das Milner-Barry Gambit in der Französischen sowie das Jänisch Gambit in der Spanischen Partie. Vor allem das Jänisch Gambit wurde früher oft belächelt ( völlig grundlos) da es von den Großmeistern selten gespielt wurde. Im Schachmagazin „New in Chess“ ist ein Artikel überschrieben mit „The Return of the Jänisch“ nach dem Motto: Alles was alt ist und vergessen ist wieder modern. Das Gambit geht zurück auf Carl Ferdinand Jänisch, der Anfang des 19. Jahrhunderts mit Petroff und Schumoff zu den stärksten russischen Spielern zählte.

Beim kleinen Lokalderby Heumaden II gegen Sillenbuch IV mussten die Sillenbucher Nachwuchsspieler nach der 0:4 Niederlage eine gewisse Überlegenheit der „Heumädener“ anerkennen. Für Sillenbuch spielten Werner Pieper, Nathanael Lin, Colin Götz und Samuel Clarenbach.

Im bayrischen Kitzingen hat unser Konstantin Herzig die Prüfung zum Regionalschiedsrichter erfolgreich bestanden. Von 100 möglichen Punkten hat er 85 erreicht. Wir gratulieren!

     

   

Bericht : ´s Blättle, 2018-11-25

(Jäger) Das Organisationsteam der Deutschen Amateurmeisterschaft hat gewechselt, dabei wurden auch die Hotels ausgetauscht, in denen gespielt wird. Zur großen Enttäuschung der württembergischen  Spieler ist der Spielort Aalen weggefallen, dafür wurde eine Vorrunde in Koblenz-Lahnstein durchgeführt. Hans-Ulrich Jäger vom  SC Sillenbuch war der wenigen Spieler aus dem Württ. Schachverband,  die sich für das Turnier im hoch über  dem Lahntal gelegenen Windham Garden Hotel gemeldet hatten. Das Teilnehmerfeld umfasste 210 Spieler, unterteilt in sieben Wertungsgruppen. Gespielt wurden fünf Runden von Freitag, 16. 11 bis Sonntag 18. 11. 2018. Mit dabei war Arthur Jussupow, ehemaliger Weltranglistendritter, der in bayrisch Schwaben in der Nähe von Ulm eine Schachschule betreibt. Allerdings war Jussupow nicht als Spieler vor Ort , sondern bot sich für post mortem Analysen im Analyseraum an. Jäger haderte mit dem Verlust der 5. Partie , nachdem er den Gegner mit seiner Eröffnungswahl vor große Probleme gestellt hatte. So standen für ihn zum Schluss ein Sieg, zwei Remisen und zwei Niederlagen zu Buche. Objektiv gesehen geht das Ergebnis aber in Ordnung, hat das Computerprogramm ihm doch in allen 5 Partien wesentlich stärkere Gegner zugeteilt.
   

Ähnlich erging es Peter Lau, der in der entgegengesetzten Himmelsrichtung im Erzgebirge in Sachen Schach tätig war. Lau spielte bei der Deutschen Firmenmeisterschaft für die Sparkassenversicherung, hatte sich Gegnern mit Wertungszahlen von über 2000 zu erwehren und musste mit 2 Punkten aus 5 Partien zufrieden sein. Gespielt wurde in Zinnwald an der tschechischen Grenze, einer ehemaligen Kaderschmiede der DDR für die Skisportler. Heute wechselt man im Rahmen des kleinen Grenzverkehrs problemlos auf die andere Seite , um nach kräftezehrenden Partien preisgünstig essen zu gehen .

     

Die zweite Runde zur Blitzmeisterschaft des SC Sillenbuch 2018/19 endete mit einer kleinen Überraschung. Es gewann David Rashba mit 6,5 Punkten aus 8 Partien vor unserem Abonnement-Sieger Bernd Lüttge, der es auf 6 Punkte brachte. Es folgen Mihail Varga, dann gemeinsam auf dem 4. Rang Günter Mößner, Jean-Claude Lin und Martin Strauß, weiter Konstantin Herzig, Werner Pieper und Nathanael Lin.

     

Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung hat Sillenbuch II in der A-Klasse den Tabellenführer Ditzingen III mit 4,5:1,5 besiegt. Vor allem die beiden Spitzenbretter David Rashba und Gert Wrobel zeigten worauf es beim Schach ankommt: Ihre Siege basieren auf dem konsequenten Spiel gegen die gegnerischen Schwächen, in diesem Fall den weißen Feldern. Nicht viel Federlesen machten auch Mihail Varga und Konstantin Herzig mit ihren jeweiligen Ditzinger Brettpartnern. Als der Berichterstatter im Spielsaal eintraf, hatten sie die Punkte für Sillenbuch schon eingefahren. Der zusätzliche halbe Brettpunkt geht auf das Konto von Mannschaftsführer Hans-Peter Nyffeler.
   

Der Weltmeisterschaftskampf in London zwischen Carlsen und Caruana hat das Schach wieder in die Schlagzeilen gerückt. Das Match zwischen den Elo-stärksten Spielern der Weltrangliste ist beim Schreiben dieses Berichts nach 11 Remisen noch offen. Ohne computergestützte Analysen sind die Großmeister nicht mehr konkurrenzfähig. Wer aber glaubt, Schach sei ausanalysiert wie die Brettspiele Dame und Mühle, der täuscht sich. Die leistungsstärksten Programme berechnen bis zu 200 Millionen Züge pro Sekunde. Die Anzahl der möglichen Züge für beide Spieler beträgt beim 1. Zug 40 Optionen und potenziert sich in beinahe unvorstellbarem Ausmaß: Bei einer im Durchschnitt 40 Züge dauernden Partie landet man bei einer Zahl 10 hoch 128, weit mehr als sich der menschliche Geist vorstellen kann. Bei dieser Vielzahl von Zügen kann der Computer nur Hilfestellung leisten, besonders beim „over the board chess“(Turnierschach) muss sich der Spieler selbst entscheiden , welcher Zug in der aktuellen Situation zu machen ist. Noch immer aber gilt die Maxime unseres ehemaligen Weltmeisters Dr. Emmanuel Lasker : Manchmal ist es angebracht, den von der Theorie als zweit-oder sogar drittstärkst beurteilten Zug zu wählen, um die Vorbereitung des Gegners zu unterlaufen ( vor allem, wenn dieser zu theoriegläubig ist).

   
In der Staatsgalerie gibt es  eine Werkschau von Marcel Duchamp zu sehen. Der französische Künstler war äußerst provokativ, man nehme nur das Urinal als Kunstgegenstand oder ein einfaches Fenster betitelt als „Die Schlägerei von Austerlitz“. Seine wahre Leidenshaft aber war das Schach. Er war vier Mal französischer Meister von 1924-28 und er spielte bei vier Schacholympiaden für Frankreich von 1928-33. Bildende Künstler als hervorragende Schachspieler sind äußerst selten, nicht so selten trifft man dagegen auf Musiker wie den sowjetischen Weltranglistenspieler Mark Taimanow, der auch als Konzertpianist reüssierte.  

       

     

Bericht : ´s Blättle, 2018-11-16

      

(Jäger) Der Mannschaftsführer des SC Sillenbuch hatte im Vorfeld der Begegnung Sillenbuch-Murrhardt davor gewarnt, die Spieler aus dem Schwäbischen Wald auf  die leichte Schulter zu nehmen., leider blieben seine Warnrufe ungehört. Zum Beginn der närrischen Jahreszeit mussten die Sillenbucher im Clara-Zetkin-Haus sich den Gästen mit 3,5:4,5 geschlagen geben, überraschend allerdings nur, wenn man sich durch deren Negativergebnisse gegen Backnang und Nagold hatte täuschen lassen. Dabei fehlte am Sonntagmorgen, dem 11. 11. 18, bei den Gästen ein Spieler wegen Krankheit., sodass Sillenbuch zu einem kampflosen Brettpunkt kam. Dann aber lief bei den Hausherren nicht mehr viel zusammen: Am Spitzenbrett hatte sich unser Mann eine aussichtsreiche Stellung erarbeitet, sie aber mit zunehmender Zeitnot verdorben; ein häufig wiederkehrendes Phänomen konnte man an Brett 4 beobachten, wo der Sillenbucher seine gewinnträchtige Stellung mit Opferzügen beenden wollte, sich dabei aber eine blutige Nase einfing; an Brett 7  war der Kampf mit einer Materialverteilung Dame+ Turm gegen zwei Türme zugunsten des Sillenbuchers eigentlich schon entschieden, als der Murrhardter im Stile eines angeschlagenen Boxers mit einem „ lucky punch“ die Partie für sich entschied. Für die ausgekämpften Siege auf Sillenbucher Seite sorgten mit Hans-Ulrich Jäger der älteste und mit David Rashba der jüngste Spieler der Mannschaft. , David hatte wohl zeitweise eine Minusfigur, aber starken Entwicklungsvorsprung und Angriffslinien zur Verfügung, um seinen Gegner letztlich vor unlösbare Probleme zu stellen. Jäger hatte gegen eine seltene Nebenvariante der Französischen Partie zu kämpfen. Sein Gegenüber hatte sich dabei einige Bauernschwächen zugezogen, die dazu führten, dass Jäger mit zwei Mehrbauern ins Endspiel gehen und nach 53 Zügen einen „Arbeitssieg „ verbuchen konnte. Sehr erfreulich war das Remis von Bernd Lüttge an Brett 2 aus etwas schlechterer  Stellung heraus. Vor dem nächsten Mannschaftskampf  gegen Waiblingen II am 2. 12. 18  muss wohl nicht mehr gewarnt werden.

Unsere 2. Mannschaft konnte die Scharte vom Auftaktkampf gegen Wolfbusch durch ein 5,5 : 0,5 gegen DJK Stuttgart Süd auswetzen. Gegen die fast durchweg jungen Gegner zeigten Sillenbuchs in vielen Kämpfen gestählten Spieler eine reife Leistung und gewannen auch in  dieser Höhe verdient. Namentlich waren dies : Günter Marsch, Mihail Varga, Jean-Claude Lin, Willi Opitz und Konstantin Herzig, die alle ihre Partien gewannen. Günter Mößner konnte seine karitative Ader nicht verhehlen, als er bei bereits entschiedenem Kampf seinem Gegenüber mit dem Remis einen halben Brettpunkt überlies.

Auch Sillenbuch III , parallel zur ersten Mannschaft im Einsatz, hatte mit dem 4:0 gegen Hemmingen II ein Erfolgserlebnis. Unsere inzwischen schon etwas erfahrenen Spieler konnten alle Partien gewinnen, im Einzelnen  waren dies Konstantin Herzig, Philipp Enderle, Karl Herzig und Edwin Drings. Gratulation!

In einem Rückblick auf die 43. Schacholympiade im georgischen Badeort Batumi soll die Leistung der deutschen Frauen und Männer  noch einmal beleuchtet werden. Die deutschen Männer,  die als einzige unter den 185 Mannschaften unbesiegt blieben, belegten den 13. Rang, nur zwei Mannschaftspunkte hinter dem Olympiasieger China und in einem Pulk von 9 Teams von Indien bis Österreich , alle mit 16 Mannschaftspunkten, nur durch das „Torverhältnis“ ( die Brettpunkte ) unterschieden. Unbesiegt blieben Liviu –Dieter Nisipeanu am Spitzenbrett und vor allem Daniel Fridman, dem die Goldmedaille für den besten Einzelspieler verliehen wurde. Alle deutschen Großmeister erzielten einen Score von mindestens 50% der möglichen Punkte, Fridman brillierte mit einer Performance von Elo 2814. Unsere sonst recht erfolgreichen Frauen blieben diesmal hinter den Erwartungen zurück. Sogar die deutsche Frontfrau Elisabeth Pähtz , die erst kürzlich die Barriere von 2500 Elo-Punkten geknackt hatte, konnte bei 151 Mannschaften das Team nicht weiter als Rang 28 führen, weit entfernt von Platz 9 der Setzliste. Eine gute Leistung erbrachten die georgischen Frauen  mit dem Gewinn der Bronzemedaille , nicht sehr überraschend in einem Land, wo bis vor kurzem den Mädchen bei ihrer Heirat ein Schachbrett überreicht wurde. Beide chinesischen Mannschaften errangen die Goldmedaille, beide mit 18 Mannschaftspunkten, die Frauen verdient, die Männer mit einer guten Portion Glück. Groß war die Enttäuschung bei der russischen Männermannschaft über ihren 3. Rang hinter China und den USA, wollte man doch nach 2002 mal wieder ganz oben auf dem Treppchen stehen.

           

     

Bericht : ´s Blättle, 2018-10-19

   

(Jäger) In der Bezirksliga Stuttgart hat der Landesligaabsteiger SV Backnang mit seinem 7,5:0,5 Kantersieg gegen Murrhadt Angst und Schrecken verbreitet. Die jedoch keineswegs verängstigten Sillenbucher besannen sich auf ihre Stärke, nämlich den Kampfgeist und hielten bei den an allen acht Brettern wertungsmäßig überlegenen Backnangern auf Augenhöhe mit. Als der Schlussstrich gezogen wurde,  hatte Sillenbuch den Kampf mit 3,5 :4,5 verloren, sich aber von den Siegern Respekt verdient. Das Lob des Mannschaftsführers – leider ohne eigenen Punktgewinn – gilt vor allem den Spielern an den Brettern 1 und 8 , die ihre Partien eindrucksvoll gewannen. Dr. Wolfgang Küchle hatte es  am Spitzenbrett mit Ulrich Haag zu tun, dem früheren Trainer des heutigen Großmeisters Arik Braun. In einer von Küchle mit großer Umsicht geführten Partie konnte Haag dem Mattangriff des Sillenbuchers nicht widerstehen und gab folgerichtig nach 5 Stunden Spielzeit auf. Sehr erfreulich war der  Sieg von Mihail Varga an Brett 8 gegen den formal weitaus stärkeren Hartmut Häusermann. Unser Mann verbrauchte wenig Bedenkzeit und zwang seinen Gegner mit schnell ausgeführten und wohlgesetzten Schlägen zur Aufgabe. Auch die Sillenbucher Spieler Torsten Behlau-Moritz, Martin Strauß und Peter Lau trugen mit ihren in keiner Phase gefährdeten Remisen zum guten Gesamtergebnis bei. Der SC Sillenbuch hat momentan 2:2 Mannschaftspunkte auf dem Konto und sollte ei den anstehenden Heimspielen gegen Murrhardt und Waiblingen II punkten, um sich für die kommenden schweren Gegner ein Polster zu schaffen.

Im ersten Kampf der neuen Saison bezog Sillenbuch II in der A-Klasse  gegen Wolfbusch IV seine obligate Niederlage. Es ist schon beinahe ein Naturgesetz, dass Sillenbucher Mannschaften gegen Wolfbusch nicht punkten können. Im aktuellen Fall, dem 2,5 :3,5, erwiesen sich die ersten Bretter unserer Gegner zu stark. Erfolgreich waren den  hinteren  Brettern Jean-Claude Lin und Willi Opitz mit Siegen , Mihail Varga steuerte ein Remis bei. Sillenbuch III gestaltete seine Begegnung mit Zazenhausen 2:2 unentschieden. Da zu einer Mannschaft in der B-Klasse nur vier Spieler gehören, reichten die Siege von Konstantin Herzig und von Kian Amidzadeh ( kampflos) zum Teilerfolg. Auch im 2. Kampf der Saison erreichte Sillenbuch III einen Teilerfolg gegen DJK Stuttgart Süd V. Mannschaftsführer Konstantin Herzig gab seinen Kameraden ein gutes Beispiel, als er am 1 Brett seine Partie souverän gewann. Philipp Enderle setzte seinen Gegner  patt und konnte deshallb trotz großer materieller Überlegenheit nur einen halben Brettpunkt verbuchen. Karl Herzig erzielte nach wechselvollem Partieverlauf ein weiteres Remis. Sillenbuch IV war stark grippegeschwächt und verlor gegen Hemmingen II mit 0,5:3,5. Werner Pieper am Spitzenbrett eingte sich schon frühzeitig mit seinem Gegner auf  remis und rettete so einen halben Punkt für die Mannschaft.

In Batumi im kaukasischen Georgien fand die Schacholympiade statt. Die Veranstaltung wird im Abstand von 2 Jahren durchgeführt und ist eine Mannschaftsweltmeisterschaft  für Frauen und Männer. Zum ersten Mal in der Schachgeschichte heimste China beide Titel ein und sorgte bei den Männern knapp vor USA und Russland für eine Überraschung. Der Sieg der Chinesinnen vor der Ukraine und Georgien war dagegen keine Überraschung, die Damen aus dem Reich der Mitte stellen mit Hou Yfan die stärkste Frau und haben weitere starke Spielerinnen  auf der Weltrangliste platziert. Die deutschen Männer haben sich gut geschlagen, sie blieben als einzige Mannschaft unbesiegt , landeten aber bei der Ausgeglichenheit der Teams nur auf dem 13. Rang. Die deutschen Damen mit ihrer Vorkämpferin Elisabeth Pähtz auf Rang 9 gesetzt , konnten mit dem Schlussrang 28 die Erwartungen nicht erfüllen.

Für die Blitzmeisterschaft 2018/19 wurde der 1. Durchgang im Modus „ best of five“ gespielt, d.h. von den  fünf Durchgängen werden die 3 besten gewertet. In Abwesenheit unseres Seriensiegers Bernd Lüttge gewann Martin Strauß mit 7 Punkten aus 8 Partien.  Einen halben Punkt dahinter folgen gemeinsam David Rashba und Hans-Ulrich Jäger, mit einem weiteren halben Punkt Abstand Peter Lau. Es folgen Konstantin Herzig, Günter Mößner, Werner Pieper , Karl Herzig und Nathanael Lin.

Dr. Siegbert Tarrasch wurde als Praeceptor Germaniae ( Lehrmeister Deutschlands) aposthrophiert. Neben eigenen Turniererfolgen erarbeitete er sich große Verdienste als Theoretiker. Alledings war seine Lehrmeinung mitunter sehr dogmatisch, so verlangte er vom Führer der schwarzen Figuren in der Eröffnungsphase des Damengambits den c-Bauern immer auf das Feld c5 vorzustoßen. Gesicherte Erkenntnis ist allerdings bis heute : „ Die Türme gehören hinter die Freibauern, hinter die eigenen wie hinter die feindlichen…… es sei denn, es wäre nicht korrekt.“

   

   

Bericht : ´s Blättle, 2018-09-21

     

(Jäger) Den Saisonauftakt beim Heimspiel gegen Feuerbach II hatten sich die Sillenbucher anders vorgestellt. War man in der Vorsaison noch über die Gäste hergefallen und war das Ergebnis von 6,5:1,5 noch schmeichelhaft für sie ausgefallen, so erreichte man am 16. 9. 2018 mit Müh‘  und Not sein Ziel. Für den knappen 4,5: 3,5 Sieg musste 6 Stunden lang gebangt werden und nur der Standfestigkeit von Dr. Wolfgang Küchle  am Spitzenbrett ist es zu verdanken, dass nicht von einem misslungenen Auftakt geschrieben werden muss. Dabei hatte einer der Gästespieler den Termin verschlafen, so dass  Sillenbuch durch Dr. Heinrich Motzer zu einem kampflosen Brettpunkt kam. Die restlichen sieben aufrechten Sillenbucher waren größtenteils nicht in guter Form, ausgenommen sei unser jüngster Spieler David Rashba am 8. Brett mit einer gelungenen Partie und einer zum Schluss materiellen Übermacht von 5 Bauern. Ebenfalls zu einem Lob reicht es bei Torsten Behlau-Moritz, der in einer unklaren Stellung ein vorteilhaftes , beinahe tödliches Springerschach gab, für das daraus entstehende technische Endspiel aber noch hart arbeiten musste. Dr. Küchle war eingangs des Berichts schon gelobt worden für seinen Durchhaltewillen. In einer äußerst komplexen Stellung hatte er nicht die besten Züge gefunden und war in einem Endspiel Turm gegen Turm + Springer gelandet. Dieses Endspiel ist theoretisch remis, verlangt aber hohe Konzentration, auch nach 6 Stunden Spielzeit. Es bleiben noch die Spieler Peter Lau und Hans-Ulrich Jäger, die beide remis spielten und damit der Minimalforderung genügten und ihr Teil zum Ergebnis beitrugen. Jäger kann immerhin anführen, den 10. Turniertag hintereinander am Brett gesessen zu haben. Die 1. Mannschaft des SC Sillenbuch in der Bezirksliga muss froh sein, vor dem sehr schweren Auswärtskampf in Backnang ein Punktepolster angeschafft zu haben.

Als Vorbereitung auf die im September beginnende Saison 2018/19 bestritten einige Sillenbucher Spieler Turniere in der näheren Umgebung. Am fleißigsten war David Rashba. Bei einem auf DWZ 1700 begrenzten Turnier im Fasanenhof belegte er mit 4,5 Punkten aus 6 Partien den 4. Platz. Noch besser schnitt er in Altbach am Neckar ab mit dem 2. Rang , resultierend aus 3 Siegen, 1 Remis und nur 1 Niederlage. Beim Senioren Open von Vaihingen-Rohr, einem Traditionsturnier nahmen die Sillenbucher Dr. Heinrich Motzer und Hans-Ulrich Jäger teil. Die sonst in der letzten Ferienwoche terminierte Veranstaltung wurde diesmal in die erste Schulwoche verlegt, was sich negativ auf die Teilnehmerzahl auswirkte. Nur 31 Spieler hatten sich gemeldet, dafür aber war das Feld in der Spitze recht stark besetzt. Die beiden Sillenbucher schlugen sich wacker, vor allem Jäger als ältester Teilnehmer war mit seinem 5. Platz, punktgleich mit dem früheren Württembergischen Meister Hans-Ulrich Höschele, zufrieden. Motzer konnte wenigstens sein Minimalziel, das sind 50% der möglichen Punkte, erreichen. Es hätte ein sehr gutes Turnierergebnis für die Vertreter des SC Sillenbuch werden können, wäre da nicht am 14. 9. der „Black Friday“ gewesen, an dem beide ihre Partien verloren. Man muss allerdings bei der Stärke der Gegner zufrieden sein bei nur einer Verlustpartie für Jäger und deren zwei bei Motzer über das 9-Runden-Turnier hinweg.

Beim 7. Open des Kultvereins FC St. Pauli glückte dem Polen Bartosz Socko ein seltener Durchmarsch, als er alle 9 Partien gewann. In guter Gesellschaft befand sich unser früherer Jugendspieler Aljoscha Feuerstack, inzwischen ein Internationaler Meister , auf gleicher Höhe mit Igor Khenkin und Can Ertan ( Tür), allerdings mit 2 Punkten Abstand zum Spitzenreiter auf dem 2. Platz.

Dr. Savielly Tartakower wuchs in Rostow am Don auf, wo seine Eltern bei einem Pogrom ums Leben kamen. Als Teenager flüchtete er zuerst in die Schweiz zu Verwandten und ging dann nach Wien zum Jurastudium. Im 1. Weltkrieg diente er in der Österreichisch-Ungarischen Armee. Später wurde er französischer Staatsbürger und beteiligte sich am Widerstand gegen Nazi-Deutschland. Seine Vita mag zu seinem schrullig-bissigen Humor beigetragen haben, der seinen Ausdruck in den Tartakowerismen findet. Einer davon lautet: “  Ein Remis kann man nicht nur durch dreimalige Stellungswiederholung erreichen, sondern auch durch einen unbedachten Turmzug.” Seine Tartakower-Verteidigung im Orthodoxen Damengambit hat heute noch einen guten Ruf.

       

       
2015 Sillenbucher Schachblättle (nach oben)
 
Informationen zu vergangenen Spielzeiten gibt es im Sillenbucher Schachblättle.

Die Saison beginnt mit Berichten von Turnieren im August und September, die für eine Vorbereitung auf Mannschaftsspiele beginnend im September bzw. Oktober genutzt werden, und endet mit der Jahreshauptversammlung im Juli.  Diese Zeitschrift ist von den Themen so wie unsere Homepage strukturiert. Informationen aus der Saison 2014-2015 und früher finden sie in den Archiven von Events, Teams und Turniere regional.

grün = fertig, gelb = gerade in Bearbeitung

 
Zusammenfassung Saison

Partienauslese
pgn
cbv
[Verzeichnis]

Titelseite
Schachblättle 2018-2019.pdf
Jugend
Teams 1. Mannschaft in der Bezirksliga
2. Mannschaft in der A-Klasse
3. Mannschaft in der B-Klasse
Neu: 4. Mannschaft in der B-Klasse
Events 70 Jahre Schach-Club Sillenbuch 1948-2018
Vereinsturnier
Blitzvereinsturniere
Regional BEM 2019 in Sillenbuch
Konstantin Herzig ist Regionalschiedsrichter
D
International Schacholympiade
WM Carlsen - Caruana
Fernschach
´s Blättle Berichte von Hans-Ulrich Jäger
Schachblättle 2017-2018.pdf
Jugend

Jugendvereinsmeister Philipp Enderle

Jugendteam bei KJMM Stuttgart-Mitte
Württembergische Jugendmeisterschaft mit David Rashba
Teams 1. Mannschaft in der Bezirksliga
2. Mannschaft in der A-Klasse
3. Mannschaft in der B-Klasse
Events Vereinsmeister Peter Lau,
Blitzvereinsmeister 
Bernd Lüttge
Regional. BEM 2018 in Sillenbuch.
D Grenke-Chess-Classics
International Kandidatenturnier: Sieger Fabiano Caruana
Fernschach Friedrich Wolfenter: Serie von 133 Partien ohne Niederlage
´s Blättle Berichte von Hans-Ulrich Jäger
Schachblättle 2016-2017.pdf
x
Jugend David Rashba bei Deutscher Meisterschaft,
Jugendvereinsmeister: Philipp Enderle
Wieder eine Jugendmannschaft
Teams

1. Mannschaft in der Bezirksliga

Hans-Ulrich Jäger startet mit 8 Punkten aus 8 Partien

2. Mannschaft in der A-Klasse

spielt vorne mit und landet im Mittelfeld

Events Dr. Motzer und Strauß gewinnen Vereinsmeisterschaft,
Bernd Lüttge gewinnt Blitzvereinsmeisterschaft
TERRA S, Teil V "Platin" von Martin Strauss
Regional. Erfolgreiche Teilnahme bei Turnieren
BEM 2017 in Sillenbuch.
D Hans-Ulrich Jäger beim Finale der Amateurmeisterschaften
International

Olympiade in Baku: USA gewinnt

WM Carlsen gewinnt gegen Karjakin

Fernschach Wolfenter baut Serie auf 121 Partien aus
´s Blättle Berichte von Hans-Ulrich Jäger
Schachblättle 2015-2016.pdf
Jugend Jugend wieder mit Vereinsturnier

Die Jugend verstärkt die 2. Mannschaft

Teams 1. Mannschaft in der Bezirksliga
2. Mannschaft steigt in die A-Klasse auf
Events Vereinsmeister: Dr. Heinrich Motzer
Blitzvereinsmeister: Thanh Kien Tran
TERRA S, Teil IV "Der beste Zug" von Martin Strauss
Regional. BEM 2016 in Sillenbuch.
D Deutsche Amateurmeisterschaft in Bad Soden mit Strauss und Dr. Motzer
International Internationales Schachfestival Biel mit Dr. Wolfgang Küchle
Fernschach SIM Wolfenter schafft Serie von 101 Partien ohne Niederlage
´s Blättle Berichte von Hans-Ulrich Jäger
Schachblättle 2014-2015.pdf
x
Jugend David Rashba bei Deutscher Jugendmeisterschaft
Teams 1. Mannschaft: 2.Platz; Hans-Ulrich Jäger startet mit 7 aus 7
2. Mannschaft: 3. Platz in B-Klasse
Seniorenmannschaft in Württemberg-Liga
Events Vereinsturnier&Blitzturniere: Double & Triple

TERRA S, Teil I-III von Martin Strauss

Regional. BEM 2015 in Sillenbuch.
D
International
Fernschach 99 Siege
´s Blättle Berichte von Hans-Ulrich Jäger
Schachblättle 2013-2014.pdf
Jugend Auch in den Sommerferien gibt es Schach
Neuer 2. Jugendleiter
Jugendpokalturnier in Altbach
Teams
Events
Regional BEM 2014 in Sillenbuch

Öffinger Open mit Martin Strauß

D
International

Liechtensteiner Open

Fernschach

Jubiläum Günther Schmandt

FWZ/Elo Zahlen Sillenbucher Fernschachspieler

Fernschachpost – Portrait Wolfgang Wolfenter

Deutschlandpokal

´s Blättle Berichte von Hans-Ulrich Jäger
Schachblättle 2012-2013.pdf
Jugend
Teams
Events
Regional BEM 2013 in Sillenbuch
D
International
Fernschach
´s Blättle Berichte von Hans-Ulrich Jäger
Schachblättle 2011-2012.pdf
Jugend
Teams

1. Mannschaft in der Bezirksliga

2. Mannschaft in der A-Klasse

Seniorenmannschaft in Württemberg

Events

Regional BEM 2012 in Sillenbuch
D
International
Fernschach


´s Blättle Berichte von Hans-Ulrich Jäger
Schachblättle 2010-2011.pdf
Jugend Jugendvereinsmeisterschaft
Teams
Events
Regional BEM 2011 in Sillenbuch
D Ramada-Cup
International
Fernschach
´s Blättle Berichte von Hans-Ulrich Jäger
Schachblättle 2009-2010.pdf
Jugend
Teams
Events
Regional BEM 2010 in Sillenbuch
D
International
Fernschach
´s Blättle Berichte von Hans-Ulrich Jäger
Schachblättle 2008-2009.pdf
Jugend
Teams
Events Freundschaftsspiel Sillenbuch - Schorndorf
Regional BEM 2009 in Sillenbuch
D
International
Fernschach
´s Blättle Berichte von Hans-Ulrich Jäger
Schachblättle 2007-2008.pdf
Jugend
Teams
Events
Regional BEM 2008 in Sillenbuch
D Deutsche Amateurmeisterschaften
International
Fernschach
´s Blättle Berichte von Hans-Ulrich Jäger
Schachblättle 2006-2007.pdf
Jugend Bezirksjugendblitzturnier
Teams
Events
Regional BEM 2007 in Sillenbuch
D
International
Fernschach
´s Blättle Berichte von Hans-Ulrich Jäger
Schachblättle 2005-2006.pdf x
Jugend
Teams
Events
Regional BEM 2006 in Sillenbuch
D Deutsche Amateurmeisterschaften
International
Fernschach

ICCF Master-Normenturnier

ICCF Champions League A1

´s Blättle Berichte von Hans-Ulrich Jäger
Schachblättle 2004-2005.pdf x
Jugend Kreisjugendmannschaftsmeisterschaft
Teams
Events
Regional BEM 2005 in Sillenbuch
D Deutsche Amateurmeisterschaften
International

Senioren-EM

Senioren-WM

Fernschach
´s Blättle Berichte von Hans-Ulrich Jäger
Schachblättle 2003-2004.pdf x
Jugend
Teams
Events
Regional BEM 2004 in Sillenbuch
D Deutsche Amateurmeisterschaften
Senioren-WM in Bad Zwischenahn
International Senioren-WM
Fernschach
´s Blättle Berichte von Hans-Ulrich Jäger
Schachblättle 2002-2003.pdf
Jugend
Teams
Events
Regional BEM 2003 in Sillenbuch
D
International
Fernschach
´s Blättle Berichte von Hans-Ulrich Jäger
Schachblättle 2001-2002.pdf
Jugend
Teams
Events Simultanveranstaltung und Schulungswochenende mit GM Igor Khenkin
Regional BEM 2002 in Sillenbuch
D
International
Fernschach
   
(nach oben)