Internationale Turniere

     
 Termine
   
Amtierende Titelträger
   
Schachweltmeister
Magnus Carlsen (NOR) seit 2013
 
2018 in ???

 
Schachweltmeisterin
Hou Yifan (CHN) seit 2016
 
 
Schacholympiade 
2016 in Baku, AZ
Open: USA
Frauen: China

2018 in Batumi, GE

 
 
Europäische Mannschaftsmeisterschaft
2015 in Reykjavik, IS
Open: Russland
Frauen:  Russland

 
2017 in Chalkidiki, GR

Kategorie Veranstaltung Ort Termin
[JJJJ]

[MM]

[TT]
Spielmodus
International Schachfestival Basel, CH
01
Turnier
International Tata Steel Chess Tournament Wijk aan Zee, NL
01
Turnier
International Tradewise Gibraltar Chess Masters Gibraltar, GBZ
01
Turnier
International Internationales Schachfestival Biel, CH
07
Turnier
International Offenes internationales Schachturnier in Klausen Klausen, Südtirol
08
Schnellschach
International Vienna Chess Open Wien, A
08
Turnier
International Schaaktoernooi Hoogoven, NL
10
Turnier
International Chess Classics London, GB
12
Turnier
International Schaakfestival Groningen, NL
12
Turnier
International Weihnachtsopen Zürich, CH
12
Turnier
International Chess Congress Hastings, GB
12
Turnier
    
 
 
News

   

        

Superturnier in Wijk aan Zee, 2017-03-24

(Jäger) Für den Sieger des 3 Wochen dauernden Superturniers im holländischen Badeort Wijk aan Zee war der Abschluss dort trotz winterlichem Nieselwetter ein strahlender Tag. Der Ansturm der holländischen , aber auch ausländischen Schachpilger war gewaltig, alle Hotels und Pensionen waren ausgebucht, als der 23-jährige, geborene Filipino Wesley So seinen wohl größten Triumph feierte. Der nun in Minnesota in den USA in einer Gastfamilie lebende So , mit verantwortlich für den Sieg der Amerikaner bei der Schacholympiade ist der Mann der Stunde im Turnierschach. Nach dem Sinquefield Cup in St. Louis und den London Chess Classics ist Wijk aan Zee das dritte Superturnier in Folge , das von Wesley So gewonnen wurde. Diesmal hatte er den WM Carlsen mit einem Punkt Vorsprung hinter sich gelassen und hatte seine Elo Wertung auf über 2800 gesteigert. Damit liegt er momentan auf dem 2. Platz der Weltrangliste. Mit seiner seltenen Serie von 56 unbesiegten Partien auf höchstem Niveau ist er dem Weltmeister auf den Fersen und sorgt für Furore unter den Großmeistern. So ist gläubiger Katholik wie viele seiner Landsleute und relativiert seine Erfolge im Interview : „All der Ruhm gehört dem Herrn“.

   

   

Weltmeisterschaften im Schell- und Blitzschach, 2017-02-17

(Jäger) Seit 2012 werden Weltmeisterschaften im Schnell- und Blitzschach durchgeführt, die letzten Entscheidungen des Jahres 2016 fanden im katarischen Doha am Persischen Golf statt. Die Stadt war früher durch ihren Perlenhandel berühmt, heute sorgt das Erdöl für allgemeinen Wohlstand. Eine in den Wüstensand gebaute riesige Halle , sonst von Tennisspielern und Handballern genutzt, diente den Schachspielern als Schauplatz ihrer Rapid- und Blitzturniere. Zu den vier Einzelturnieren war bei Frauen und Männern nur die Weltelite zugelassen. Der ukrainische „Grauadler“ Vassiliy Ivanchuk ( von Garry Kasparov so beschrieben) zeigte sich den jungen Kollegen, darunter auch Magnus Carlsen, überlegen. Den Sieg im Schnellschach verdankte er seinem Arsenal brillanter Einfälle , zu Unrecht bezeichnete er seinen Erfolg als glücklich. Im Blitzschach nahm Sergej Karjakin Revanche an Weltmeister Carlsen, der wieder einmal Defizite an Fairness offenbarte, als er die Siegerehrung noch im Konfettiregen vorzeitig verließ. Doppelsiegerin bei den Frauen wurde Anna Muzychuk aus der Ukraine. Unsere Vorkämpferin Elisabeth Pähtz war gesundheitlich angeschlagen, musste sogar mehrere Partien kampflos abgeben und konnte nicht ihr sonstiges Können zeigen.

    

   

Schachweltmeisterschaft, 2016-12-12

   

(Jäger) Magnus Carlsen hat bei der in New York ausgetragenen Weltmeisterschaft seine Krone verteidigt. Allerdings war sein Gegner , der Russe Karjakin, ihm ebenbürtig über die Distanz von 12 Partien. Beim Stande von 6:6 und den anschließenden 4 Schnellpartien zeigte Carlsen seine Stärke und gewann mit 3:1. Die Unterschiede in der Spielstärke der 10 weltbesten Spieler sind gering, wie es auch der erst an 9. Stelle rangierende Karjakin gezeigt hat, sodass man den Weltmeister als „primus inter pares“ bezeichnen kann ( Erster unter Gleichen).

   

   

Schachweltmeisterschaft Carlsen - Karjakin, 2016-11-14

   

(Jäger) Seit Freitag, 11. 11. 2016 spielen im New Yorker Fulton Market Building der Norweger Magnus Carlsen und er in der Ukraine geborene, aber nun für Russland spielende Sergej Karjakin um die Weltmeisterschaft im Schach. Der Kampf gehrt über 12 Partien, bei Gleichstand von 6:6 werden Schnellpartien bis zur Entscheidung gespielt. Beim Abfassen dieses Berichtes sind 2 Partien beendet, beide endeten mit remis. Erwähnenswert ist nur die Eröffnungswahl von Carlsen in der ersten Partie mit dem ziemlich seltenen Trompowski-Angriff. Ein Dokumentarfilm über Carlsen läuft im Delphi-Kino in der Tübinger Straße. Sein Titel ist: Magnus- Mozart des Schach.

     
   
 

Schacholympiade, ein Rückblick, 2016-10-18

   

(Jäger) „Geld setzt Matt“ lesen wir in einer Kolumne der FAZ. Der Schreiber nimmt Bezug auf den Sieg der USA bei der Schacholympiade in Aserbaidschans Hauptstadt Baku, der vor allem den neu in die Mannschaft gekommenen Supergroßmeistern Fabiano Caruana und Wesley So zu verdanken ist. Zu verdanken ist der Sieg aber auch dem Milliardär Rex Sinquefield mit seiner großzügigen Unterstützung des amerikanischen Schachverbands. In St. Louis am Zusammenfluss von Mississippi und Missouri hat Sinquefield einen Schachtempel errichtet. Der kommt vor allem der Jugend –und Breitenarbeit zugute, hat aber als jährlichen Höhepunkt den sogenannten Millionair´s Cup , zu dem die weltbesten Spieler eingeladen werden und entsprechend hohe Preisgelder zu gewinnen sind. Die Sensation der Schacholympiade war der Sieg der lettischen Finanzministerin Reizniece-Ozola gegen die 400 Elopunkte stärkere chinesische Weltmeisterin Hou Yifan. Bemerkenswert war auch das Ergebnis der jüngsten Teilnehmerin, der 9-jährigen Fiorina Beresowski , die mit ihrer Mutter Svetlana im Team von Monako spielte und 2 Punkte aus 5 Partien holte.

   
   
 

Schacholympiade, 2016-09-19

 

(Jäger) In Baku, der Hauptstadt Aserbeidschans, ist gerade die Schacholympiade zu Ende gegangen. In einem spannenden Finale siegten nach langer Zeit wieder einmal die USA knapp vor der Ukraine und Russland. Die Amerikaner haben sich mit dem früher für Italien spielenden Caruana enorm verstärkt, trotzdem ist ihr Sieg eine Überraschung. Bei den Damen siegte erwartungsgemäß China vor Polen (!) und der Ukraine. Es fehlte diesmal der zweimalige Olympiasieger Armenien , da die Spannungen mit Aserbeidschan wegen der Region Berg Karabach andauern. Bei den Deutschen machte sich nach ihrem sehr mäßigen Abschneiden Enttäuschung breit. So landeten die Männer unter 180 Mannschaften auf dem 37. Platz, die Damen unter 140 Teams auf dem 31. Einziger Lichtblick war der 19-jährige Großmeister Matthias Blühbaum mit einem Score von 7,5 aus 10 Partien. Bei der Schacholympiade besteht eine Mannschaft bei den Männern aus 4 Spielern , bei den Frauen aus 3 Spielerinnen. Unabhängig vom Erfolg der deutschen Mannschaften ist es frustrierend , dass Schach , aktuell die Schacholympiade , von der deutschen Presse ignoriert wird. Das war früher anders, als Theo Schuster ( einer der Gründerväter des SC Sillenbuch) Schachergebnisse in seiner Schachecke und im Sportteil der Stuttgarter Zeitung veröffentlichte. In Russland und den Nachfolgestaaten der Sowjetunion sind die besten Schachspieler Nationalhelden, nicht nur bei den Männern, auch bei den Frauen mit der frisch gekürten Europameisterin Anna Ushenina aus der Ukraine. Nach dem Motto „ Frauen gehören hinters Brett“ bekommen Mädchen in Georgien zu ihrer Hochzeit ein Schachbrett geschenkt, damit sie sich auch in Abwesenheit ihrer Ehemänner vergnügen können.

  

   

Zur Erinnerung an Viktor Kortschnoi, 2016-09-09

  (Jäger) Am 6. Juni 2016 starb Viktor Kortschnoi (Viktor der Schreckliche) mit 85 Jahren in der Schweiz. Er war unter schwierigsten familiären und politischen Verhältnissen in Leningrad aufgewachsen, er hatte die Einkesselung seiner Stadt durch die Deutschen überlebt, bei der ein Drittel der Bevölkerung verhungerte. Darunter war auch seine Großmutter, die er ,wie er sagte, nach ihrem Tod in einer Wolke aus dem Haus schweben sah. Das hat wohl zu seinem Glauben an die Parapsychologie beigetragen und zu seiner Angst vor okkulten Machenschaften seiner Feinde, wie sie bei seinem WM–Kampf 1976 auf den Philippinen gegen seinen Erzfeind Karpow zutage trat. Nach dem Krieg widmete sich Kortschnoi nur noch dem Schach, wurde 1956 Großmeister und kam 1974 zu seinem ersten WM-Kampf gegen Karpow , den er denkbar knapp mit 11,5 : 12,5 verlor . Schon damals fühlte er sich von den Offiziellen benachteiligt, worauf er seine Heimat verließ. 4 Jahre später in Baguio eskalierte der Streit beim erneuten WM-Kampf gegen Karpow. Die Atmosphäre war vergiftet, beide Seiten witterten Verschwörung und Intrigen. Die Sowjets hatten einen Psychologen eingeschleust, der in der ersten Reihe sitzend Kortschnoi irritierte, worauf dieser als Geheimwaffe zwei Yogis brachte, die im Spielsaal meditierten. In der aufgeheizten Stimmung verlor Kortschnoi die entscheidende Partie um die Weltmeisterschaft. Drei Mal scheiterte er im Kampf um die Krone an seinem Angstgegner , er war der stärkste Nicht-WM aller Zeiten und er wurde 30 Jahre (1960-90) unter den Top 10 der Weltrangliste geführt. Den Beinamen „ Der Schreckliche“ bekam er für seinen Kampfgeist, aber auch für seinen rüden Umgang mit den Gegnern, die es gewagt hatten, gegen ihn zu gewinnen.
   
   

Olomouc Chess Summer 2016 - Open Olmütz (CZ) mit Dr. Heinrich Motzer, 2016-08-13...20

   

(Jäger) Unser Vereinsmeister Dr. Heinrich Motzer war mal wieder in Sachen Schach unterwegs. Die sogenannte Czechtour zieht viele deutsche Spieler in das angrenzende Tschechien, besonders beliebt sind die Sommerturniere in Prag, Pardubice und Olmütz. Olmütz ist der letzte Spielort auf der Tour, im Gegensatz zu Pardubice mit ca. 1000 Teilnehmern zog die Stadt mit dem Status „ Weltkulturerbe“ gerade einmal 140 Spieler an. Das Gastgeberland stellte natürlich die meisten von ihnen, daneben waren aber noch 22 Nationen vertreten. Von den Exoten sind vor allem die Mongolei und Indien zu nennen, letztere Nation hat sich inzwischen zu einer schachlichen Großmacht entwickelt. Im Männer- und Frauenbereich, besonders aber bei der Jugend treten die indischen Schachspieler auf breiter Front bei den Turnieren im Westen an und belegen schon bei den 6-9jährigen Schülern vordere Plätze. Schachspieler haben heute ein Notebook im Gepäck, auf dem die Partien ihrer eventuellen Gegner gespeichert sind. Schienbeinschützer gehören normalerweise nicht dazu. Die aber hätte unser Dr. Motzer gebraucht, der mit blauen Flecken an beiden Beinen aus Olmütz abgereist ist. Da die Beine der Kinder nicht bis zum Boden reichen, baumeln sie in der Luft und schlagen bei Anspannung gegen die empfindlichen Körperteile ihrer Gegner. Trotz dieser Unbill gelang es unserem Vereinsmeister mit 4,5 Punkten aus 9 Partien ein 50% Ergebnis zu erzielen. Gewonnen hat ein hierzulande unbekannter tschechischer GM.

 

Rk.

SNo


Name

sex

Gr

FED

RtgI

RtgN

Pts.

TB1

TB2

TB3

1

1

GM

Krejci Jan


F

CZE

2496

0

8,0

42,0

53,0

7

2

11


Kulkarni Vinayak


F

IND

2168

0

7,0

37,0

49,5

6

3

6

IM

Chudinovskikh Alexander M


F

RUS

2258

0

6,5

41,5

54,0

5

4

4

FM

Thakur Akash


F

IND

2316

0

6,5

41,0

53,5

6

5

19


Nishant Malhotra


F

IND

2060

0

6,5

40,0

52,0

5

6

3

FM

Kvisvik Brede


F

NOR

2330

0

6,5

39,0

50,5

5

7

10

FM

Burnett Andrew


F

SCO

2174

0

6,5

39,0

50,0

5

8

8

FM

Bombek Peter


F

SVK

2212

0

6,5

35,0

45,5

6

17

9


Ilandzis Spyridon


F

GRE

2211

0

5,5

39,5

50,5

5

33

43


Zdrazil Jan


F

CZE

1865

0

4,5

33,5

43,0

4

36

49


Vilimova Julie

w

F

CZE

1709

0

4,5

33,5

42,0

4

41

45


Endler Boris


F

CZE

1809

0

4,5

31,0

40,5

4

45

28


Motzer Heinrich


F

GER

2003

0

4,5

27,5

35,0

4

52

72


Lakshyesh Mohan Gupta


F

IND

1071

0

4,0

25,5

32,0

4

55

48


Mayank Pal


F

IND

1727

0

3,5

31,5

40,0

2

57

51

CM

Ochirbat Lkhagvajamts


F

MGL

1680

0

3,5

30,5

39,5

3

61

63


Thorat Aishwarya

w

F

IND

1466

0

3,5

27,5

34,0

3

77

69


Bianchin Gabriele


F

ITA

1281

0

2,0

20,0

26,0

1

79

78


Soilentaki Aliki

w

*

GRE

0

1000

1,0

21,5

28,5

0

   

Rk.

Name

FED

1.Rd

2.Rd

3.Rd

4.Rd

5.Rd

6.Rd

7.Rd

8.Rd

9.Rd

Pts.

45

Motzer Heinrich

GER

77b1

17w0

33b0

52w1

41b½

36w0

57b0

61b1

55w+

4,5

 

   

Handbücher über Schach, 2016-07-22

   

(Jäger) Die frühesten Handbücher über Schach datieren aus dem 15. Jahrhundert. In Spanien erschien die „Repeticion de Amores e Arte de Axedres“ von dem heute jedem Turnierspieler bekannten Lucena (die Lucena-Stellung). Der geistliche Herr hatte schon damals praktische Ratschläge für den Schachspieler parat: Wenn Sie bei Tageslicht spielen, setzen Sie sich ihrem Gegner so gegenüber, dass ihm die Sonne in die Augen scheint. Außerdem versuchen Sie, gegen Ihren Widersacher anzutreten, wenn er gerade ausgiebig gegessen und getrunken hat. Heute sind andere Psychospielchen üblich.

     
Weitere Saisonberichte siehe: Schachblättle 2016-2017.pdf
   
 
   
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